Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Lebensmittelpreise

Export-Knolle: Schwedische Kartoffeln erobern den Weltmarkt

Publicerat torsdag 24 april 2008 kl 11.33

Dass steigende Lebensmittelpreise nicht immer nur von Nachteil sein müssen, zeigt sich bei den schwedischen Kartoffelbauern. Um der ebenfalls stetig steigenden Nachfrage nach Kartoffeln aus Europa und den Entwicklungsländern gerecht zu werden, setzen die Kartoffelbauern jetzt verstärkt auf den Export.

Besonders die Nachfrage aus dem Baltikum sei in jüngster Zeit enorm gestiegen, erklärt Dan Berndtson auf seinem Acker im südschwedischen Falkenberg: „Die baltischen Länder können natürlich selbst Kartoffeln anbauen, aber der Konsum ist dermaßen gestiegen, dass die Bauern mit der Produktion nicht nachkommen. Inzwischen exportieren wir in 15 europäische Länder.“

Selbst Nord-Korea interessiert
Dan Berndtson baut nicht nur Kartoffeln an, er veredelt sie auch. Die neuen Sorten verkauft er direkt an Restaurants, die ihren Gästen etwas Besonderes bieten wollen. Bester Ort für den erfolgreichen Geschäftsabschluss ist die Gastronomiemesse Gastro Nord in Stockholm.

Doch längst nicht nur die vergleichsweise reichen Länder in Europa sind an der schwedischen Knolle interessiert. Auch die armen Länder der Dritten Welt zeigen immer mehr Interesse – darunter sogar ein sozialistischer Staat, in dem laut Weltgesundheitsorganisation ein Drittel der Bevölkerung chronisch unterernährt ist.

„Zum Beispiel haben wir dieses Projekt in Tunesien“, schwärmt Dan Berndtsson. „Dort versuchen wir neue Methoden einzuführen, wie man in der Region sinnvoll Kartoffeln anbauen kann. Und dann haben wir auch Anfragen aus Nord-Korea. Die Führung dort will mit Kartoffelsaatgut gegen den Hunger vorgehen. Ganz zweifellos wird die Kartoffel immer mehr zur Retterin einer wachsenden Weltbevölkerung, die satt werden will.“

Jahr der Kartoffel
Dass die Preise für Getreide und andere Lebensmittel weltweit regelrecht explodiert sind, hat der Kartoffel ein Comeback beschert. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2008 sogar zum Jahr der Kartoffel ausgerufen. Damit soll mehr Aufmerksamkeit auf das günstige und vor allem nahrhafte Lebensmittel gerichtet werden.

Als sich die schwedischen Kartoffelbauern vor drei Jahren stärker auf den Export konzentrierten, wagte Dan Berndtson kaum, auf den großen Erfolg zu hoffen. Nun jedoch blickt er optimistisch in die Zukunft: „Besonders erfreulich ist, dass das Ausland oftmals die Kartoffeln haben will, die wir hierzulande schlecht absetzen können – nämlich die kleinen und die großen. Der schwedische Markt will nur eine Größe, und das ist mittel.“ 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".