Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Abrüstung

Schwedens Zustimmung zu Kapselbomben-Ächtung fraglich

Publicerat torsdag 24 april 2008 kl 12.42

Sprengkapselbomben – so genannte cluster bombs – gehören zu den grausamsten Kriegswaffen. Deshalb streben 150 Länder ein Verbot dieses Bombentyps an. Ob sich auch Schweden dieser Forderung anschließt, ist noch fraglich.

Wieder einmal sieht sich das friedliebende Schweden einem Dilemma gegenüber: Soll das Land bei der bevorstehenden Dubliner Konferenz über die Ächtung von Sprengkapselbomben für ein umfassendes Verbot stimmen, oder führen nicht zuletzt wirtschaftliche Erwägungen zu einem ‚Jein’ Schwedens, um einen ähnlichen Waffentyp aus eigener Produktion auch künftig exportieren zu können?

Innerhalb der bürgerlichen Koalition gibt es keine einheitliche Haltung zu dieser Frage. Nach außen hat die Regierung bisher den Standpunkt vertreten, die in Schweden entwickelte Bombenkapsel 90 sei vergleichsweise human und könne deshalb von dem angestrebten Verbot ausgenommen werden. Diese Position, so meinen Kritiker, sei blauäugig und passe nicht zum Bekenntnis Schwedens gegen Krieg und Blutvergießen. Das sieht auch Birgitta Ohlsson vom liberalen Bündnispartner Volkspartei so:

„Das Wichtigste ist doch, ein strenges Verbot zu erreichen, und da wird es sehr schwer, am schwedischen Modell 90 festzuhalten. Für Kapselbomben schlägt die letzte Stunde, und da dürfte es auch das schwedische Modell erwischen.“

Im Namen der Opposition warf der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Urban Ahlin der Regierung widersprüchliches Verhalten vor. Man könne nicht einerseits ein Verbot grausamer Waffen verlangen, andererseits aber eine Ausnahmegenehmigung für schwedische Bomben fordern:

„Wir meinen, dass das der falsche Ausgangspunkt bei internationalen Abrüstungsverhandlungen ist. Wir müssen natürlich in Schweden für eine möglichst breite Definition von Sprengkapselwaffen eintreten. Die sollte auch das schwedische Modell 90 einschließen, denn je umfassender die Definition, desto weniger solcher Waffen wird es weltweit geben.“

Ein nachvollziehbares Argument, zu dem sich der Sozialdemokrat allerdings erst durchringen musste. Denn zu Zeiten, als seine Partei noch die Regierung stellte, hatte Ahlin Herstellung und Export schwedischer Kapselbomben klar befürwortet.

Klaus Heilbronner

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".