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WIRTSCHAFT

Ölförderung vor Gotland geplant

Publicerat måndag 28 april 2008 kl 12.47
Gotland (hier: Ringmauer, Visby)

Rohöl made in Sweden – möglicherweise schon in ein bis zwei Jahren kann das Wirklichkeit werden. Vor der Ostseeinsel Gotland rechnet man mit Ölvorkommen in beträchtlichen Mengen. Nun werden erste Probebohrungen ins Auge gefasst.

Beim OPAB, der Aktiengesellschaft Oljeprosperering AB, steht man bereits in den Startlöchern. Der Konzern, gegründet in den 60er- Jahren und seit den 90er- Jahren in Besitz des saudischen Scheichs Muhammed al-Ahmoudi, will zunächst Probebohrungen rund 100 Kilometer südöstlich von Gotland vornehmen. Doch noch wartet man auf grünes Licht von der Regierung. Konzernchef Torgny Berglund hofft jedenfalls auf groβe Mengen Öl vor Gotland:

“Wenn wir davon ausgehen, dass wir ein paar hundert Millionen Fass finden, dann würde dies einem Bruttowert von hundert Milliarden Kronen entsprechen, also an die 10 Milliarden Euro. Davon wiederum ginge etwa die Hälfte direkt in Form von Steuereinnahmen an den Staat.“

Zumal letztere erfreuliche Aussicht hat offenbar das Gros jener Beratungsinstanzen freundlich gestimmt, die die Regierung um ihre Meinung in Sachen Öl gebeten hat. Die allermeisten der befragten Kommunen und Behörden sagen ja zum Unternehmen Ölbohrung. Nur zwei Instanzen lehnen es ab. Nicht einmal das Amt für Naturschutz, ansonsten bekannt für höchst sensible Antennen in Sachen Ostsee und Umweltschutz, legt sein Veto ein – vorausgesetzt, auf das Laichen der Dorsche werde gebührend Rücksicht genommen.
Von dem nun zu erwartenden geschmeidigen Gang der Dinge ist Torgny Berglund freudig überrascht:

“Wir hatten damit gerechnet, dass es eine Menge Fragen und Einwände geben würde“, sagt er. „Aber letztlich hat sich nun gezeigt, dass nicht viele Argumente gegen die Bohrungen zusammengekommen sind.“

Doch bei aller Goldgräberstimmung sind Ölbohrungen vor Gotland nicht gänzlich unkontrovers. So werden nun erste Proteste von Umweltorganisationen laut, beispielsweise von Greenpeace:

“Die Ostsee ist ein unerhört sensibles Meer. Sie ist schon jetzt stark von anderen industriellen Aktivitäten betroffen und man sollte eine weitere Industrialisierung des Meeres unbedingt vermeiden“, sagt Dima Litvinov, Kampagnenleiter für Greenpeace in Skandinavien.

Und natürlich passt sich Öl als fossiler Brennstoff auch nicht so recht in die hochgesteckten Klimaschutz-Ziele der Regierung ein. Im Wirtschaftsministerium mögen die verantwortlichen auch noch keine genaueren Angaben darüber machen, wann mit einem endgültigen Beschluss zu rechnen ist. Unterdessen haben sich schon weitere Anwärter auf das schwarze Gold gemeldet: Auch von polnischer Seite bereitet man derzeit Probebohrungen vor.

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