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BILDUNG UND AUSLÄNDERRECHT

Im Blickfeld: Bluff-Studenten

Publicerat tisdag 29 april 2008 kl 14.51
Die Universität von Uppsala

Schwedische Hochschulen und Universitäten sind weit über die Landesgrenzen hinaus attraktiv: Die Zahl ausländischer Studenten in Schweden ist in jüngster Zeit markant gestiegen. Doch nicht immer handelt es sich bei den Antragstellern um wissensdurstige Studienanfänger. Die Behörden mutmaβen, dass so mancher nur pro forma studiert, um eine Aufenthalteserlaubnis zu erwerben. Nun will man den Bluff-Studenten auf die Spur kommen.

Was haben schwedische Unis, was Universitäten und Hochschulen anderer Länder nicht haben? Eine Frage, die sich aufdrängt, nimmt man die jüngste Statistik in Augenschein: Demnach stehen ausländische Studenten jetzt für sieben Prozent der gesamten Studentenschaft – vor zehn Jahren waren es noch zwei Prozent. Im vergangenen Jahr studierten insgesamt 28.000 Studenten aus anderen Ländern in Schweden, ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zu 2006.

Was also lockt nach Schweden? Vor allem ein ganz handfester Grund: Ein Studium hier zu Lande ist grundsätzlich gratis. Auch für Ausländer. Es kostet also im wahrsten Sinne des Wortes nichts, sich an einer schwedischen Uni einzuschreiben, um dann vielleicht früher oder später festzustellen, dass einem die Fachrichtung doch nicht liegt – oder aber auch, überhaupt nicht aufzutauchen.

Moshin Saleemi aus Pakistan studiert Nanotechnologie an der Königlichen Technischen Hochschule Stockholm und befürwortet härtere Kontrollen. Auch er hat entsprechende Tendenzen bemerkt, als er im vergangenen Herbst sein Studium aufnahm:

“Als das Semester begann, blieben eine Menge Plätze leer“, berichtet er. In seinem Heimatland Pakistan beispielsweise gebe es eine ganze Reihe von Menschen, die Geld damit verdienten, Studenten-Visa zu verkaufen.

Die Einwanderungsbehörde hat all jene unter die Lupe genommen, die in den vergangenen Jahren eine Aufenthaltserlaubnis mit Verweis auf den Studienbeginn in Schweden erhalten hatten. Das Ergebnis für 2005: Immerhin ein Viertel dieser Personen lieβ sich nie an der auserwählten Uni blicken.

Derartigen Missständen wird jetzt der Kampf angesagt. Das Zentralamt für Hochschulservice, VHS, und die Einwanderungsbehörde  wollen ihre Register koordinieren, um die „schwarzen Schafe“ effektiver erkennen zu können – und jenen, die wirklich studieren wollen, bessere Bedingungen zu bieten:

“Bisher haben wir es vielfach nicht geschafft, Bewerbern bis zum Semesterbeginn Bescheid zu geben. Die Zahl der Anträge ist allzu zu stark gewachsen“, sagt Anita Engström von der Einwanderungsbehörde. Der jetzt geplante Einblick in die Akten der Studienbehörden könne ihr und ihren Kollegen die Arbeit erleichtern und somit dazu beitragen, dass „echte“ Studenten auch wirklich wie geplant beginnen könnten.

Mohsin Saleemi hofft unterdessen, dass die schlechten Erfahrungen Schweden nicht dazu bewegen, letztlich von ausländischen Studenten doch Studiengebühren einzufordern.
“Für uns, die wir wirklich studieren wollen, aber kein Geld haben, bliebe das Studium dann ein Trauum“, sagt er.

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