Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Schwedenbild

9. Platz beim Nation Brand Index - Schweden hält sich selbst für besser

Publicerat tisdag 10 juni 2008 kl 15.51
Nicht viel schlechter als die Pyramiden: Kriegsschiff Vasa

Kultur, Export, Tourismus - alles Bereiche, in denen Schweden stolz auf sich ist. Auf andere Länder ist diese Begeisterung aber keineswegs in demselben Maße übergesprungen. Das zeigt der jüngste Nation Brands Index (NBI). Diese Bewertung des Ansehens von 35 Nationen im Auftrag des Schwedischen Instituts gibt Aufschluss darüber, wie die Länder sich selbst sehen und wie sie von außen betrachtet werden. Schweden selbst setzt sich selbstbewusst an Platz 1 - und überschätzt sich damit deutlich.

Dabei gelten die Schweden doch als so bescheiden! Laut dem jüngsten Nation Brands Index aber zeigen sich die Schweden ganz selbstbewusst und trumpfen auf mit vorbildlichen Leistungen ihrer Nation in den Bereichen Kultur, Export, Verwaltung und Tourismus. Mit vermeintlich vorbildlichen Leistungen, sollte man wohl ergänzen. Denn während die befragten Schweden zum Beispiel fest davon überzeugt sind, dass ihnen beim Thema kulturelles Angebot der Spitzenplatz zusteht, verpassen ihnen die anderen Länder lediglich einen 13. Platz. Olle Wästberg, Chef des Schwedischen Instituts, räumt ein, dass da ein gutes Stück Selbstüberhöhung mit im Spiel ist:

„Schweden landet bei der Gegenwartskultur recht weit oben, beim Kulturerbe allerdings ganz hinten. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass wir hier keinen Louvre und keine Pyramiden haben, die man fest mit Schweden in Verbindung bringen könnte. Die Schweden denken wohl im Allgemeinen an das Freilichtmuseum Skansen in Stockholm oder an das Kriegsschiff Vasa oder auch das Königliche Schloss und halten das für tolle Attraktionen, die man stolz zeigen kann. Aber blickt man auf die europäische Konkurrenz, besonders in Südeuropa, dann haben wir wohl nicht so viel zu bieten.”

Gleichzeitig sei Schweden aber in der Lage, die kulturellen Leistungen anderer Länder anzuerkennen, betont Wästberg. In der Tat ist die positive Sicht auf sich selbst längst nicht nur in Schweden verbreitet. Ganze 20 Länder platzierten sich selbst an Platz 1, darunter die ersten 18. Deutschland übrigens lag mit seiner Bewertung richtig und landete auch insgesamt an der Spitze des Index.

Platz 9 gut für eine kleine Nation

Liselott Bergman, Analystin beim Schwedischen Institut, hat keine Erklärung dafür, warum Schweden sich selbst so hoch bewertet. Über einen 9. Platz brauche man sich allerdings keineswegs zu schämen, meint Bergman, schließlich gehöre das Land auch zu den kleineren Nationen.

„Es zeichnet sich aber eine Tendenz ab, dass die west- und nordeuropäischen Länder zurückfallen, und da sind wir natürlich sehr aufmerksam, was die Kenntnis von Schweden im Ausland angeht. Das ist ja unser Auftrag. Es zeigt sich, dass die Länder, die uns kennen, sehr zu schätzen wissen, was Schweden gemeinhin anzubieten hat. Leider ist Schweden aber relativ unbekannt in Ländern wie Indien oder auch anderen Teilen Asiens.”

Hier muss das Schwedische Institut also aktiver werden, meint die Analystin. Mehr Kontakte, mehr Verbindungen sieht sie als Lösung des Problems. Denn eine positive Sicht auf Schweden sei wichtig nicht zuletzt für die Außenpolitik des Landes, schreibt das Schwedische Institut auf seiner Homepage. Positiv bemerkt Behördenchef Wästberg denn auch, dass Schwedens Verwaltung hohes Ansehen genießt: „Im Ausland findet man, dass Schwedens Bürokratie gut funktioniert, genauso wie das Rechtswesen. Dazu eine niedrige Korruptionsrate. Die Schweden selbst bewerten sich interessanterweise in diesen Bereichen nicht so hoch. Ich denke, dass wir uns stärker aus einer internationalen Perspektive betrachten sollten, dann würde man auch die Regierungsform mehr zu schätzen wissen.”

„Kein Grund sich zu verstecken”

Dass besagtes Freilichtmuseum Skansen und seine einheimischen Tiere wie Elch und Bär im Ausland keine Begeisterungsschreie hervorlocken, sieht auch der Chef des Schwedischen Instituts ein. Dennoch sollte Schweden sich mit seiner zeitgenössischen Kultur nicht verstecken, im Gegenteil gelte es, die Umwelt wachzurütteln ob des schwedischen Kulturschatzes:

„Wir müssen wohl mehr zeigen, was wir haben. Unsere modernen Ikonen des Kulturlebens, Ingmar Bergman und Astrid Lindgren, weilen zwar nicht mehr unter uns, aber dafür haben wir neue Musikbands und herausragende Dramatiker und Autoren, und die gilt es, so gut wie möglich zu vermarkten.”

Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".