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Internationale Namen beim WALTIC-Literaturkongress

Publicerat fredag 27 juni 2008 kl 16.00

Wenn sich die Schweden nun in die Sommerferien begeben, kommt die Welt zu ihnen. Ende des Monats treffen sich Autoren, Übersetzer und Wissenschaftler aus 60 verschiedenen Ländern in Stockholm, um sich über den Wert des Wortes und den Schutz der Menschenrechte auszutauschen. WALTIC ist der erste Literaturkongress seiner Art. Die Organisatoren hoffen, dass es nicht der letzte bleiben wird.

Der schwedische Schriftstellerverband hat eingeladen, und 1000 Teilnehmer aus der ganzen Welt werden kommen zum internationalen Kongress der Schriftsteller und literarischen Übersetzer, kurz WALTIC. Nicht um ihre Bücher vorzustellen oder zu signieren, kommen die Literaten, sondern um sich auszutauschen, Vorträgen zuzuhören und an Seminaren teilzunehmen.

Schutz der Menschenrechte im Zentrum der Debatte

In den rund 30 Seminaren wird es vor allem um drei zentrale Themen gehen: die Steigerung der Lese- und Schreibfähigkeit, den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Stärkung der Autorenrechte. Der Vorsitzende des schwedischen Schriftstellerverbandes, Mats Söderlund, hält das Programm des Kongresses für einzigartig:

„Die drei Teile Autorenrechte, Meinungsfreiheit und Lesefähigkeit gehen ineinander über. Den Autoren, die zum Kongress kommen, gehen diese Fragen unter die Haut. Sie haben Organisationen gegründet, sie wurden gezwungen, eine andere Sprache zu sprechen, schreiben in der Sprache der Besatzungsmacht, haben im Gefängnis gesessen. Es wird einen Erfahrungsaustausch und einen Realitätsbezug geben, den man sonst im Zusammenhang mit Literatur nicht so oft erlebt.“ 

Herta Müller kommt aus Deutschland
Unter den Kongressteilnehmern sind die in Rumänien geborene deutsche Schriftstellerin Herta Müller und der britische Kinder- und Jugendbuchautor Philip Pullman. Mai Couto aus Mosambik und die Ägypterin Nawal El-Saadawi werden die Eröffnungsreden halten. Elfride Jelinek ist schon zu ihrer Nobelpreisverleihung nicht nach Stockholm gekommen. Und auch für den Literaturkongress wird die menschenscheue Österreicherin nicht anreisen. Doch hat sie eigens für WALTIC einen Text verfasst. Sie sieht in dem Kongress die Möglichkeit, dass Stimmen gegen totalitäre Machtansprüche, politische wie religiöse, gehört werden.

Die sich in Stockholm versammelnden Schriftsteller und Übersetzter sind Meister ihrer Kunst. Und doch geht das Kongressthema der Lese- und Schreibförderung sie alle an, meint Mats Söderlund vom Schriftstellerverband:

„Man hat vielleicht die Sprache gewechselt oder hat Schwierigkeiten beim Lesenlernen gehabt. Man hat in einer Kultur gelebt, in der Bücher verboten sind oder ist in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Frauen nicht die Schule besuchen dürfen und so weiter und so weiter. Das Thema Lesefähigkeit ist also der gemeinsame Nenner, auf den sich Verfasser und Übersetzer aus der ganzen Welt einigen konnten.“

Erster, aber nicht letzter Literaturkongress seiner Art

Mit tausend Teilnehmern aus aller Welt, großem Interesse in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren steht jetzt schon fest, dass WALTIC ein Erfolg werden wird. Und noch bevor der Kongress überhaupt begonnen hat, ist bereits an das nächste Mal gedacht:

„Es bleibt ganz bestimmt nicht bei diesem einen Mal. Wir haben schon jetzt Anfragen von Menschen aus der ganzen Welt, die WALTIC 2010, 2012 und 2014 organisieren wollen.“

Der erste Literaturkongress seiner Art also und vermutlich nicht der letzte.

Clarissa Blomqvist

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