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Flüchtlingspolitik

UNHCR: „Niemand sollte nach Kabul ausgewiesen werden“

Publicerat onsdag 27 augusti 2008 kl 15.12

Das Flüchtlingsorgan der Vereinten Nationen, UNHCR, hat erneut vor Ausweisungen ins kriegsgeschüttelte Afghanistan gewarnt. Auch in der Hauptstadt Kabul habe sich die Sicherheitslage verschlechtert. Das sagte Aurvasi Patel, UNHCR-Mitarbeiterin in Kabul, bei ihrem Besuch in Schweden. So stünden Selbstmordattentate und Entführungen auf der Tagesordnung. Die Taliban würden selbst Kinder als Selbstmordattentäter einsetzen.

Schwedens Einwanderungsbehörde weist derzeit afghanische Flüchtlinge nach Kabul aus, auch wenn diese dort kein soziales Netzwerk haben. Diese Praxis kritisierte der UNHCR bereits in der Vergangenheit. Im Schwedischen Rundfunk erklärte Aurvasi Patel nun: „Wir haben den schwedischen Behörden versucht deutlich zu machen, dass die Sicherheitslage in Kabul derzeit keine Ausweisungen zulässt. Besonders Menschen ohne Familie dort, sind völlig auf sich gestellt. Wenn ein Flüchtling nicht aus einer sicheren Gegend Afghanistans kommt, sollte der Betroffene nicht ins Land zurückgeschickt werden.“

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