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Ostsee-Schutz

WWF-Studie: „Alle Anrainerstaaten sind durchgefallen“

Publicerat onsdag 27 augusti 2008 kl 15.58
Alle Jahre wieder Dank Überdüngung: Algenblüte vor Gotland

Die Arbeit der Ostsee-Anrainer zum Schutz des Binnenmeeres geht nur schleppend voran. Zu diesem Schluss kommt der Umweltschutzbund WWF in seinem jüngsten Bericht. Im Schnitt hätten die Länder nur ein Drittel der erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Am besten unter den Schlechten schnitt wie im Vorjahr Deutschland ab. So habe Deutschland im vergangenen Jahr viele Meeresabschnitte unter Schutz gestellt sowie ein Verbot von Phosphor im Waschmittel durchgesetzt.

Das mit Abstand größte Problem für die Ostsee ist dem Bericht zufolge die Überdüngung, erklärte der Generalsekretär des WWF Schweden, Lasse Gustavsson, im Schwedischen Rundfunk: „Um die Überdüngung in den Griff zu bekommen, müssen die Agrarsubventionen gestrichen werden. Die Zuschüsse für die Region sind an viel zu niedrige Bedingungen geknüpft und führen deshalb zur Umweltzerstörung.“

Schweden schnitt bei der Untersuchung nur mittelmäßig ab. Über die Gründe sagte WWF-Chef Gustavsson: „Einfach ausgedrückt kann man wohl sagen, dass in Schweden viel geredet, aber wenig getan wird. Die Politik ist auf die Landwirtschaft ausgerichtet, die eine starke Lobby hat. Diese Lobby macht sicher auch vieles richtig, aber eben auch vieles falsch.“

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