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Wohltätigkeit

Freigiebige Spenden

Publicerat onsdag 24 december 2008 kl 08.59
Zu Weihnachten sind die Sammelbüchsen voll

Zu Weihnachten besinnen sich viele Menschen auf die Nächstenliebe. Wohltätige Organisationen erleben in der Vorweihnachtszeit besondere Zuwendung, und an der Spendenfreudigkeit hat in Schweden auch die Finanzkrise nichts geändert.

In den Einkaufsmalls der Stockholmer Innenstadt herrscht vorweihnachtlicher Hochbetrieb. Trotz Finanzkrise ist das Weihnachtsgeschäft in Gang gekommen – und mit ihm die Spendenfreudigkeit der Menschen. Acht von zehn Schweden werden in diesem Jahr einer wohltätigen Organisation Geld geben vermeldet eine Studie des Beraterunternehmens Öhrlings PricewaterhouseCoopers.

Dass zu Weihnachten reichlich gespendet wird, bestätigt Petra Lindskog, verantwortlich für die Sammeltätigkeit beim Schwedischen Roten Kreuz. „Oft möchten die Menschen, wenn sie beim Weihnachtseinkauf Geld ausgeben, auch anderen Leuten etwas geben. In der Weihnachtszeit denkt man an andere Menschen, das ist ganz einfach Mitmenschlichkeit“.

Keine Steuervergünstigungen
Von der Steuer absetzen können Privatpersonen in Schweden Spenden nicht, daher findet auch keine staatliche Kontrolle von Wohltätigkeitsorganisationen statt. Aber wer Geld für wohltätige Zwecke sammeln möchte, kann sich einer freiwilligen Überwachungsorganisation anschließen, die garantiert, dass kein Geld veruntreut wird und dass mindestens 75 Prozent der gesammelten Gelder für den gedachten Zweck verwendet werden.

350 Organisationen sind bei dem Verein gemeldet. Umfragen unter ihnen haben ergeben, dass die Spendenfreudigkeit der Unternehmen im Zuge der Finanzkrise schlagartig zurückgegangen ist.

Bei den Privatleuten sei es hingegen eher umgekehrt, meint Petra Lindskog vom Roten Kreuz: „Bis jetzt haben wir keine negativen Auswirkungen auf unsere Sammelerträge sehen können. Ich glaube – und das zeigt auch die Erfahrung aus früheren Rezessionen – dass die Loyalität der Menschen mit ihren Mitmenschen in schweren Zeiten eher zu- als abnimmt. In Krisenzeiten kann man sich eine kleine Gabe in die Sammelbüchse schon noch leisten, auch wenn man vielleicht das Geld für die Urlaubsreise nicht mehr hat.“

Weihnachten viel mehr
Auf der Straße vor dem Einkaufszentrum steht Ivan Petrov und verkauft „Situation Stockholm“, eine Zeitung, mit der sich wohnungslose Stockholmer auf legalem Wege ein paar Kronen verdienen können. Der gebürtige Russe, den es in Schwedens Hauptstadt verschlagen hat, findet die Schweden generell spendenfreudig.


An normalen Sommertagen verkaufe er drei bis fünf Zeitungen am Tag, in der Weihnachtszeit sind es zwischen 15 und 25, also mehr als viermal so viele. Die Finanzkrise habe sich nicht bemerkbar gemacht, sagt Ivan Petrov. Die Menschen gingen shoppen und kauften anschließend eine Zeitung, um ihr Gewissen zu beruhigen.

Lieber organisiert
Am U-Bahneingang an der nächsten Ecke spielen Straßenmusikanten den Vorbeieilenden ein Liedchen. Die Musiker, die offenbar aus Osteuropa stammen, sind mit den Geschäften eher unzufrieden. Sie nähmen hier nur 70 bis 80 Kronen am Tag ein, die Geschäfte gingen schlecht, beklagen sie sich. Sieben bis acht Euro sind in Stockholm nicht genug zum Überleben.

Tatsächlich gehen auch die wenigen Bettler, die in der U-Bahn von Wagen zu Wagen gehen und um ein paar Kronen bitten, bei den Pendlern meist leer aus.

Die Schweden helfen gern, aber lieber in organisierter Form, also mit einer Überweisung auf das Bankkonto einer bekannten Hilfsorganisation. „Es ist bei uns Tradition, andere Menschen zu unterstützen, auch mit Geld", sagt Petra Lindskog vom Roten Kreuz. „Das hat vielleicht mit der Agrargesellschaft zu tun, aus der wir stammen. Da hat keiner ganz allein ohne die Hilfe der anderen überleben können. Wir sind gewöhnt, dass wir aufeinander angewiesen sind.“

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