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Arbeiten oder frei haben?

Einwanderung bringt neue Sicht auf die Feiertage

Publicerat torsdag 25 december 2008 kl 08.59
Im öffentlichen Nahverkehr in Stockholm sind Einwanderer tragende Kraft.

Weihnachten, Neujahr und andere christliche Feiertage sind für die meisten Schweden Gelegenheit, auszuspannen, frei zu haben, mit Familie und Freunden zu feiern. Doch mit zunehmendem Anteil Einwanderer mit anderem kulturellen und religiösen Hintergrund verändern sich auch die Feiertage. Radio Schweden besuchte das Unternehmen Veolia Transport, das die Stockholmer U-Bahn betreibt.

An den Feiertagen möchte man frei haben, nicht arbeiten müssen. Da sind sich die Mitarbeiter der Stockholmer U-Bahn einig. Nur: Was sind eigentlich die Feiertage? Mit Mitarbeitern aus 130 Herkunftsländern gibt es da bei der Stockholmer U-Bahn viele Meinungen. Laut den geltenden Tarifverträgen werden für Sondervergütungen die christlichen Feiertage, die auch staatlich festgelegt sind, zugrunde gelegt. 

Dadurch sind diese traditionellen, christlichen Feiertage für die meisten Mitarbeiter von Veolia vor allem eine Möglichkeit, zusätzliches Geld zu verdienen, erklärt Marita, die in der Station Västra Skogen die Arbeitspläne zusammenstellt. „Ja, ganz eindeutig. Denn es gibt Zuschläge für unbequeme Arbeitszeiten und das macht die Schichten an den christlichen Feiertagen begehrt.

Wenn man sowieso nicht feiert, dann geht man gern zur Arbeit. Wir haben oft zu viele Anwärter für die Schichten an Weihnachten. Anders sieht es an Ramadan aus. Da möchten viele Mitarbeiter frei haben. Besonders gegen Ende des Fastenmonats sind viele müde und möchten nicht arbeiten müssen, und auch zum Fest, das den Ramadan abschließt, möchte man frei haben.“

Vorschlag: Feiertage tauschen

Vor zwei Jahren schlug die Angestelltengewerkschaft Almega eine Neuordnung der Feiertagsregelungen vor. Sie fand, es solle per Tarifvertrag an jedem Arbeitsplatz möglich gemacht werden, die freien christlichen Tage gegen freie Tage zu den Festtagen der eigenen Religionsgemeinschaft zu tauschen. Dies würde Kosten sparen und gleichzeitig die Religionsfreiheit stärken, so das Argument. Heute haben die Arbeitnehmer ja kein Anrecht auf Freizeit an anderen Tagen als den im Kalender rot markierten, andererseits müssen die Arbeitgeber Feiertagszuschläge ausbezahlen an Menschen, die diese Arbeitstage gar nicht als Feiertage sehen.

Peter Sandberg, Personalchef bei Veolia in Stockholm, findet die Idee des Feiertagstausches gut. Zwar glaubt er, dass es rechtlich problematisch ist, an einzelnen Arbeitsplätzen eigene Feiertagsregelungen durchzusetzen, weil die gesetzlichen Feiertage ja immerhin im Manteltarif festgeschrieben sind. Dennoch könnte es durchführbar sein, sein glaubt er:
„Interesse besteht jedenfalls. Und ich glaube, dass die rechtlichen Hindernisse umschifft werden könnten, wenn sowohl die Gewerkschaft als auch wir das wirklich wollten“.

Wirklicher Wunsch?

Dass die Mitarbeiter das wollen, da ist sich Peter Sandberg allerdings nicht sicher. Schließlich sei die Teilnahme an den Feiertagen der Mehrheitsbevölkerung ein Ausdruck zunehmender Integration. „Es ist ja so: Auch wenn man aus einem anderen Land kommt, mit anderer Kultur und anderer Religion, verändert sich etwas, sobald man in Schweden Kinder bekommt. Sie wachsen unter dem Einfluss der schwedischen Gesellschaft auf. Und für die Kinder in der Schule zum Beispiel ist Weihnachten ein zentraler Feiertag. Also feiert man auch die schwedischen Feiertage – vielleicht nicht ihren religiösen Aspekt – aber in jedem Fall besteht dann das Risiko, dass die neuen schwedischen Werte der Kinder mit den Feiertagen der Eltern kollidieren.“

Zeit wird’s weisen

So Peter Sandberg, Personalchef bei Veolia Transport, dem Betreiber der Stockholmer U-Bahn und damit einem der Arbeitgeber in Schweden mit den meisten eingewanderten Mitarbeitern. Noch ist in Schweden die Veränderung der Feiertage nicht konkret in Sicht. Aber immerhin haben Diskussionen über die Veränderung begonnen.

Luise Steinberger

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