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Bestechungsverdacht

Ermittlungsverfahren gegen Nobelkomitee

Publicerat torsdag 18 december 2008 kl 11.11
Der Stifter als Büste.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit gegen das Nobelkomitee eröffnet. Anlass sind Reisen dreier Mitglieder der Komitees, die die Nobelpreise für Medizin, Chemie und Physik vergeben, nach China.

Ziel der Reise war laut der Nobelstiftung über das Vergabeverfahren der Nobelpreise zu informieren. Chinesische Behörden hatten die drei schwedischen Professoren eingeladen und ihre Kosten für Reise und Aufenthalt beglichen.

Oberstaatsanwalt Nils-Erik Schulz leitet das Ermittlungsverfahren. „Im Moment geht es nicht um Personen, sondern um die Umstände einer Reise nach China“, erklärt Schulz.

Fakten klären
In Schweden sind Bestechung und Vorteilsnahme nicht nur bei Behörden strafbar, sondern auch bei Unternehmen und anderen Organisationen. Das gilt auch für die Institutionen, die für die im Namen der Nobelstiftung die Preisträger bestimmen, beispielsweise im Falle Medizin das Karolinische Institut und für Physik und Chemie die Schwedische Akademie der Wissenschaften. „Wir müssen herausfinden, warum jemand bereit war Tickets und Aufenthalt dieser Personen zu bezahlen; ob dahinter die Absicht stand, auf diese Personen Einfluss zu nehmen, die wichtige Funktionen erfüllen“, so Schulz.


Die Staatsanwaltschaft erwägt zudem die Aufnahme eines weiteren Verfahrens, weil eines der Mitglieder des Medizin-Komitees zugleich im Aufsichtsrat des Arzneimittelherstellers Astra-Zeneca sitzt.

Glaubwürdigkeit auf dem Spiel
Für die Nobelstiftung und die Nobelpreise ist der Ausgang der Ermittlungen von größter Bedeutung. Es gehe darum, deutliche Grenzen abzustecken und um Glaubwürdigkeit, sagt der Jurist und Vorsitzende des Instituts gegen Bestechung, Clas Sandgren: „Man muss daran denken, dass das Prestige der Nobelpreise ein solides Vertrauen in die Integrität der Preiskomitees erfordert. Daher ist es gut, dass die Staatsanwaltschaft dies jetzt untersucht.“

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