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Gaza

Gaza-Krieg entzweit Opposition

Publicerat torsdag 8 januari 2009 kl 10.35
Partiledarna för vänsterpartiet, socialdemokraterna och miljöpartiet, Lars Ohly, Mona Sahlin och Peter Eriksson. Foto: Henrik Montgomery/Scanpix.
Nicht immer ein Herz und eine Seele: Linke, Sozialdemokraten, Grüne (Lars Ohly. Mona Sahlin, Peter Eriksson)

Der Krieg in Gaza entzweit die rot-grüne Opposition. Zwar stimmen Sozialdemokraten, Grüne und Linkspartei darin überein, dass die bürgerliche Regierung zu zögerlich in ihrer Kritik an Israel sei. In der Frage, wie weit Schweden in seinen Protesten gegen Israel gehen sollte, herrscht zwischen den drei Parteien jedoch Uneinigkeit.

So fordern die Grünen die Beendigung der schwedisch-israelischen Zusammenarbeit im Bereich von Militärausrüstung. „Zwar handelt es sich dabei nicht um groβe Beträge. Aber rein prinzipiell und aus moralischen Gesichtspunkten heraus meine ich, wir sollten diese Form der Zusammenarbeit beenden“, sagte der Co-Vorsitzende der Grünen, Peter Eriksson. Auch die Linkspartei fordert die Beendigung der militärischen Kooperation. Darüber hinaus ruft die Partei zum Boykott israelischer Waren auf.

Von Seiten der Sozialdemokraten, die Israels Invasion in Gaza scharf verurteilt haben, hieβ es hingegen, man sei nicht an einer Beendigung der Zusammenarbeit mit Israel interessiert. Kent Härstedt, in der Partei für Fragen der Entwicklungshilfe zuständig, sagte: „Wir streben einen kritischen und konstruktiven Dialog an und wollen uns nicht in der Zuschauerrolle sehen. Wir möchten diesen Kanal beibehalten und unsere Kritik deutlich machen.“

Der Politikwissenschaftler Ulf Bjereld sagte, die Uneinigkeit in der Sicht auf Israel sei eine der schwierigsten Fragen, die die drei Parteien lösen müssten, wenn sie wie angekündigt nach der nächsten Wahl eine gemeinsame Regierung bilden wollten.

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