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GAZA

Schwedische Juden fühlen sich bedroht

Publicerat onsdag 14 januari 2009 kl 14.04
Krieg in Gaza - hat auch Auswirkungen in Schweden

Der Krieg in Gaza hat auch in Schweden dem Antisemitismus wieder neue Nahrung gegeben. Beim Zentralrat der Juden geht man davon aus, dass auch der Brandanschlag, der am Dienstag auf die Kapelle des alten jüdischen Friedhofs in Malmö verübt wurde, im Zusammenhang mit den aktuellen Geschehnissen in Nahost steht.  

Nach Polizeiangaben waren am frühen Dienstagmorgen Flaschen mit entzündlicher Flüssigkeit in die Kapelle geworfen worden. Lars-Håkan Lindholm, Pressesprecher der Malmöer Polizei, zum Tathergang:

“Zuerst platzierte man vor dem Eingang Zeitungen, die offenbar mit brennbarer Flüssigkeit getränkt waren. Sie haben allerdings nicht zu brennen begonnen. Daraufhin hat man dann ein Fenster eingeschlagen und einige Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit in das Gebäude geworfen, und daraufhin entstand ein kleinerer Brand. Wir ermitteln in der Angelegenheit wegen schwerer Brandstiftung.“

”Verrückte Gleichstellung”

Noch ist also kein Täter bekannt. Doch Lena Posner-Korösi, Vorsitzende des Zentralrats der Juden, glaubt ein Muster zu sehen: Wieder einmal hat offenbar jemand schwedische Juden mit Israel und dessen Politik gleichgestellt.

“Das ist völlig verrückt, weil es hier um zwei ganz verschiedene Dinge geht. Israel und die Israelis sind eine Sache, Juden überall in der Welt, auch hier zu Lande, eine andere. Viele von uns sind seit mehreren Generationen Schweden und in erster Linie Schweden und Juden.“

Der Anschlag auf die Kapelle in Malmö war nicht die erste Attacke auf eine jüdische Einrichtung in diesem Jahr. So wurden die Räumlichkeiten der Jüdischen Gemeinde in Helsingborg am 2. und 5. Januar einem Brandattentat ausgesetzt. Die Stimmung Juden gegenüber habe sich infolge des Krieges in Gaza verschl, sagt Lena Posner-Korösi. Viele schwedische Juden fühlten sich nicht mehr sicher:

Todesdrohungen

“Ich bekomme Informationen von Mitgliedern, die in groβer Sorge sind, weil sie über Telefon, E-Mail oder SMS-Drohungen ausgesetzt gewesen sind. In einigen Fällen handelt es sich um reine Morddrohungen.“ Die Polizei tue ihr Möglichstes, so die Vorsitzende des Zentralrats der Juden. Gleichwohl bleibe bei vielen die Angst. Kommt da Bitterkeit auf gegenüber den Palästinensern? Nein, Schuldzuweisungen gegenüber den Palästinensern lehnt Lena Posner-Korösi ab:

“Die Palästinenser sind nicht schuld. Ich leide mit den Palästinensern, die in diese Situation hineingezwungen worden sind.“

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