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ARBEITSLOSIGKEIT

Jugendliche in Krisenzeiten besonders benachteiligt

Publicerat måndag 19 januari 2009 kl 09.09
Die Arbeitsämter bekommen mehr zu tun (Foto: Bertil Ericson/Scanpix)

Im Zuge der Finanzkrise ist die Arbeitslosigkeit in Schweden in den vergangenen Wochen markant gestiegen. Dies belegen aktuelle Ziffern des Arbeitsamtes. Besonders von der negativen Entwicklung betroffen sind junge Menschen. Die traditionell hohe Jugendarbeitslosigkeit in Schweden werde beunruhigende Formen annehmen, fürchten die Arbeitsvermittler.

Der Telekom-Riese Telia, der Autobauer Volvo und das renommierte Karolinska Krankenhaus – allesamt lagen sie in den vergangenen Wochen voll im Trend, sprich: Sie kündigten Entlassungen groβen Stils an. Noch nie seit den Zeiten der tiefen schwedischen Wirtschaftskrise zu Beginn der Neunzigerjahre wurden in einem Monat so viele Entlassungen angekündigt wie im Dezember 2008. Die Entwicklung beginnt nun, sich in der Arbeitslosenstatistik niederzuschlagen. Nach den Veröffentlichungen des Arbeitsamtes am Freitag waren Ende Dezember 4,0 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitslos. Dies ist eine Steigerung um 0,5 Prozent im Vergleich zum Dezember des Vorjahres. Und die Prognosen verheiβen nichts Gutes: Mit einem Anstieg auf sogar neun Prozent rechnet das Arbeitsamt bis 2010.

Negativ-Beispiel Schweden

Unter den neuen Arbeitslosen seien diesmal ganz besonders viele junge Menschen, sagt Lena Liljebäck, stellvertretende Generaldirektorin des Arbeitsamtes: “Wir sehen, dass es für diejenigen, die sich auf dem Weg in Richtung Arbeitsmarkt befinden, schwerer wird. Wenn wir den Anstieg der Arbeitslosigkeit jetzt mit dem vergangenen Jahr vergleichen, stellen wir fest, dass diesmal viele Jugendliche betroffen sind.“

Schon jetzt zeichnet sich Schweden im internationalen Vergleich in puncto Jugendarbeitslosigkeit negativ aus. Im Alter zwischen 15 und 24 Jahren war im letzten Frühjahr immerhin jeder Fünfte arbeitslos – eine Tatsache, die auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, kürzlich erhobenen Fingers anmerkte. Als einen der Gründe für die hohe Jugendarbeitslosigkeit hatte die OECD die unzureichende Qualität des schwedischen Bildungswesens mit daraus resultierenden schlechten schulischen Leistungen genannt. Der starke Kündigungsschutz hier zu Lande trägt seinerseits dazu bei, Newcomern den Weg auf den Arbeitsmarkt zu erschweren.

Mehr Kontakte zu Arbeitgebern nötig

Im Dezember 2008 wurden dem Arbeitsamt insgesamt 27.000 freie Stellen gemeldet – 17.000 weniger als im Dezember 2007. Zu jenen, die um die wenigen Jobs wetteifern, gehört Leila Gelibarni. Obgleich sie kürzlich promoviert hat, sieht sie ihre Chancen auf dem Arbeitsamt vergleichsweise gering.
“Es gibt ganz einfach keine Jobs. Ich suche nach allem Möglichen, auch in der Industrie. Von akademischen Jobs kann ohnehin keine Rede sein“, meint sie.

Um die Situation zumindest etwas zu entspannen, sei das Arbeitsamt nun in der Pflicht, sich noch intensiver um Kontakte mit den Arbeitgebern zu bemühen, meint Lena Liljebäck vom Arbeitsamt. “Wir müssen uns noch mehr als zuvor direkt an die Arbeitgeber wenden, müssen mit ihnen diskutieren, ob sie freie Arbeitsplätze anbieten können oder ob sie einen Praktikanten annehmen können – wir werden künftig viele Praktikantenplätze brauchen.“

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