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Pilotprojekt:

Gymnasium bietet Turbo-Ausbildung für Einwandererschüler

Publicerat onsdag 28 januari 2009 kl 09.45
Macht den Anfang: Brännkyrka-Gymnasium

Immer mit der Ruhe. So lautet bisher das Motto für Jugendliche, die aus einem anderen Land nach Schweden und somit in die schwedische Schule kommen. Ihnen allen, auch hoch motivierten und besonders sprachbegabten Schülern, werden zunächst einmal langwierige Einführungskurse verordnet - ob sie wollen oder nicht. Der Weg bis zur Uni oder zum Berufseinstieg wird damit oft unnötig lang. Doch das soll sich jetzt ändern. Ein Stockholmer Gymnasium bietet ab Herbst eine maβgeschneiderte Turbo-Ausbildung für Neuankömmlinge an.

Zwei Jahre Sprach-Vorbereitungskurs sind bisher obligatorisch für alle Einwanderer, ehe sie die wiederum dreijährige gymnasiale Oberstufe besuchen dürfen. Insgesamt fünf Jahre also braucht ein ausländischer Schüler, bis er sich hier durchs Gymnasium gearbeitet hat. Und das, obwohl die schwedische Gymnasialschule, die 90 Prozent aller schwedischen Schüler besuchen, nicht gerade für höchste Anforderungen bekannt ist.

Statt fünf nur noch drei Jahre

Für all jene, die den Schulabschluss schneller erreichen möchten und bereit sind, dafür hart zu arbeiten, naht jetzt Hoffnung: Laut Beschluss der Stockholmer Kommunalverwaltung wird für Neuankömmlinge unter dem Namen SPINT ein dreijähriges Gymnasialprogramm eingeführt, das ohne Vorbereitungskurs auskommt.

Projektleiterin Ann Christin Lövstedt vom Stockholmer Sprachforschungsinstitut erläutert das Prinzip: „Wir kombinieren die Schwedisch-Ausbildung mit dem Unterricht in den verschiedenen Fächern. Jeder Fachlehrer, ganz gleich, ob er nun Mathematik unterrichtet, Religion, Geschichte oder anderes, muss auf die sprachlichen Aspekte Rücksicht nehmen.”

Nicht nacheinander und getrennt, sondern im Zusammenspiel werden also die Kenntnisse in Schwedisch und in den Fachbereichen vermittelt. Parallel dazu erhalten die Schüler Unterricht in ihrer jeweiligen Muttersprache - was auf Schwedisch verflixt schwer erscheint, verliert in der eigenen Sprache meist an Schrecken. Das Brännkyrka-Gymnasium wird die erste Stockholmer Schule sein, die im September offiziell einen Ausbildungszweig entsprechend dem SPINT-Programm einrichtet.

Ann Christin Lövstedt ist überzeugt, dass der neue, rasche Weg richtig ist: „Er bietet eine Menge Vorteile. Vor allem natürlich für die Schüler. Sie gewinnen Zeit - und sie sehen, dass man sich mit den richtigen Mitteln effektiv Wissen aneignen kann. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein. Und natürlich profitiert auch die Stadtverwaltung, eine kürzere Ausbildung verlangt weniger Ressourcen.”

Amerikanisches Vorbild

Die Idee zu dem Projekt, berichtet Ann Christin Lövstedt, hat man in New York abgeschaut. Dort werde das kombinierte Ausbildungsmodell für eingewanderte Jugendliche schon seit den 1980er-Jahren erfolgreich angewandt. Hier in Schweden hat Ann Christin Lövstedt schon ein entsprechendes Pilot-Projekt initiiert, im Vidlunda-Gymnasium in der Kleinstadt Upplands Väsby bei Stockholm. Bei den beteiligten Schülern und Lehrern hat das Projekt groβen Anklang gefunden. Nasim Amini, ursprünglich aus Afghanistan, wird im nächsten Halbjahr am Vidlunda-Gymnasium das Abitur machen. Er bereut keineswegs, dass er sich für die Ausbildung nach dem SPINT-Modell entschieden hat.

”Ich bin sehr zufrieden. Bei SPINT bekommt man viel Hilfe, sodass man in allen Fächern gute Leistungen erreichen kann - und damit auch gute Zensuren. Unsere Zensuren sind nicht schlechter als die von Schülern in herkömmlichen Gymnasien. Ich komme in fast in allen Bereichen gut klar, nur Englisch fällt mir schwer, da hapert es noch. Aber insgesamt passt mir das System hier prima”, meint Masim Amini.

Lehrer auf die Schulbank

Die guten Erfahrungen mit dem Pilotprojekt am Vidlunda-Gymnasium haben sich seit längerem herumgesprochen; Abordnungen aus verschiedenen Schulen haben das Gymnasium in den letzten Jahren besucht. Mit dem offiziellen Start in Brännkyrka im Herbst hofft Projektleiterin Lövstedt nun, dass das Beispiel weiter Schule macht. Bevor es in Brännkyrka losgehen kann, müssen sich allerdings erst einmal die Lehrer auf die veränderte Art des Unterrichts vorbereiten. In diversen Weiterbildungskursen werden sie bis zum September die Schulbank drücken.

Anne Rentzsch

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