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Kernkraftdebatte

Auch Sozialdemokraten uneinig über Atomkraft

Publicerat fredag 6 februari 2009 kl 11.33

Nach der Abkehr der bürgerlichen Regierungskoalition vom Ausstieg aus der Kernkraft zeigt sich erneut, dass auch in den Reihen der sozialdemokratischen Opposition die Ansichten in dieser Frage auseinandergehen. Während die Parteivorsitzende Mona Sahlin den Koalitionsbeschluss zum Festhalten an der Atomkraft bedauerte, gab es auch positive Stimmen.

Roland Palmqvist ist Kommunalpolitiker in der südschwedischen Gemeinde Kävlinge, nahe dem stillgelegten Kernkraftwerk Barsebäck. Im Schwedischen Rundfunk sagte Palmqvist:

„Natürlich kann das kompliziert sein, aber ich stehe mit meiner positiven Einstellung innerhalb der Partei nicht allein. Viele sind der gleichen Ansicht wie ich, nicht zuletzt in den Gewerkschaften. Das sind vor allem diejenigen, die sich um die Arbeitsplätze in der auf viel Strom angewiesenen Schwerindustrie Schwedens Sorgen machen.“

Die sozialdemokratische Gemeinderätin Benita Vikström aus Oxelösund südwestlich von Stockholm gehört zu einer innerparteilichen Gruppe ausdrücklicher Kernkraftbefürworter.

Sie betont, die Debatte über Atomkraft sei äußerst gefühlsbeladen: „Sehr viele Bürger stehen der Kernkraft heute positiv gegenüber. Laut einer neuen Meinungsumfrage sind 68 Prozent der Befragten für den Bau neuer Reaktoren. Aber wenn morgen ein Unglück geschehen würde, dann würde die Meinung sofort umschlagen.“

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