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Automobilkrise

GM lässt Saab fallen

Publicerat onsdag 18 februari 2009 kl 11.27
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Foto: Scanpix
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Maud Olofsson
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Mona Sahlin Foto: Peter Arwidi/Scanpix.
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GM-Chef Rick Wagoner bei der Pressekonferenz zur Sanierung des Unternehmens in Detroit.

Im Tauziehen um neue Sanierungsgelder lässt der amerikanische Autobauer General Motors sein schwedisches Tochterunternehmen fallen. Wenn die schwedische Regierung nicht umgehend mit Geldern einsteigt, dann muss Saab Rekonstruktion beantragen. GM sieht kein Interesse mehr an einer Eigentümerschaft. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson hat eine Übernahme durch den schwedischen Staat erneut zurückgewiesen.

Mit der Präsentation der Sanierungspläne hat die GM-Führung Schwedens Regierung die Pistole auf die Brust gesetzt. Spätestens im Januar 2010 soll der schwedische Autobauer von GM losgelöst und eigenständig sein. Von den beim amerikanischen Staat beantragten 30 Milliarden Dollar soll in diese Umstrukturierung kein Cent einfließen. Wenn Saab auf die Füße kommen soll, dann nur durch schwedische Steuergelder, sagte GM-Chef Rick Wagoner.
„Wir fordern die schwedische Regierung auf, uns zu unterstützen, das Unternehmen verkaufsfähig zu machen. Falls wir keine Einigung erzielen können, wird Saab in Schweden eine Rekonstruktion beantragen müssen.“ Und schnell soll es gehen, gab Wagoner zu verstehen: „Wir können Saab kürzerfristig einige technische Hilfestellungen leisten, aber wir sehen längerfristig nicht, dass wir Eigentümer bleiben werden“, so der GM-Chef.

Enttäuschung in Schweden
Damit hat GM Schwedens Wirtschaftsministerin Maud Olofsson den schwarzen Peter zugespielt. Angeboten hatte die schwedische Regierungen Kreditgarantien für Zukunftsprojekte, bekommen hat man die gesamte Verantwortung. Entsprechend erzürnt war die Reaktion. „Ich bin enttäuscht. GM nimmt seine Hand von Saab und überlässt den schwedischen Steuerzahlern das ganze Problem. Das ist verantwortungslos. Und man tut dies nur hier in Schweden, nicht in Deutschland. Dort stellt man sich eine weitere Eigentümerschaft vor.“
Die Wirtschaftsministerin wirft GM vor, alles unterlassen zu haben, was Saab aus der Krise hätte helfen können. Vor allem habe der amerikanische Autobauer die Klimadebatte völlig verpasst: „Als ich die GM-Führung von zwei Jahren traf, war das Unternehmen bereits tief in der Krise. Damals fragte ich: Was tut ihr, um moderne, umweltfreundliche Autos zu entwickeln? Autos, die weniger Benzin verbrauchen? Man verstand kaum, wovon ich redete. In den zwei Jahren, die seitdem vergangen sind, hat GM nichts getan, um die Lage zu verbessern, vor allem hätte man die Kosten senken müssen, die im Verhältnis zum Produkt viel zu hoch sind.“

In die Zukunft schauen
Im Unterschied zu Opel in Deutschland hat Saab seit der Übernahme durch GM den 1990er-Jahren ausschließlich enorme Verluste erwirtschaftet. Im Grunde hält auch die schwedische Regierung eine Rettung nicht für realistisch. Auf einer Pressekonferenz in Stockholm sagte die Wirtschaftsministerin klipp und klar, man schließe die Tür für eine Übernahme durch den Staat. Nun gelte es, nach vorne zu schauen:
„Wie können wir uns jetzt organisieren und uns zum einen um die Menschen kümmern, die jetzt vielleicht arbeitslos werden. Aber zum anderen auch die guten Ideen aufzufangen, die es gibt, um neue Arbeitsplätze in Westschweden zu schaffen. Und das ist eine Verantwortung, die die Regierung zu einem Großteil bereit ist zu übernehmen.“

Opposition: Regierung lässt Saab im Stich
Oppositionsführerin Mona Sahlin kritisiert die bürgerliche Regierung. Man lasse Saab im Stich, so die Chefin der Sozialdemokraten. „Es ist ja nicht so, dass Saab überhauptkeine Autos verkauft. Alle Autohersteller in der ganzen Welt haben ja derzeit große Probleme. Ich bin sicher, dass auch in Zukunft Auto gefahren wird. Im Bereich Umweltverträglichkeit, Energiesparsamkeit und Sicherheit wird innovatives Denken gebraucht. Und hier hat Saab viel zu bieten. Gebt ihnen die Chance, das zu entwickeln und dann einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Saab jetzt im Stich zu lassen wäre zu früh aufzugeben“, so Mona Sahlin.

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