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Gesundheitswesen

Nach Tod eines Babys: Ärzte fordern klarere Regeln für Palliativmedizin

Publicerat tisdag 10 mars 2009 kl 15.23
Karoliska Krankenhaus

Seit dem Tod eines zu früh geborenen und dazu behinderten Babys durch Schmerzmittel ist in Schweden eine Debatte über deutlichere Richtlinien für Ärzte bei der Behandlung ähnlich schwerer Fälle entbrannt. Medienberichten zufolge steht die des Totschlags verdächtigte Ärztin am renommierten Karolinska Krankenhaus auch weiter unter Verdacht.

Am Montag wurde sie überraschend aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Staatsanwaltschaft begründete die Freilassung damit, dass die Verdächtige die Voruntersuchung nicht beeinflussen könne. Gleichzeitig sehen sich Staatsanwaltschaft und Polizei aufgrund ihrer Behandlung der Ärztin herber Kritik ausgesetzt. Eine deutliche Mehrheit der schwedischen Ärzteschaft bestätigte, dass das Verhalten der Ärztin in diesem schweren Fall keineswegs von normaler Praxis abgewichen sei. Das Mädchen hatte keine Überlebenschancen, weshalb die Ärztin versucht habe, die Schmerzen zu lindern. Von Euthanasie könne keine Rede sein.

Im Schwedischen Fernsehen stellte Barbro Westerholm vom medizinisch-ethischen Rat klar: „In diesem Fall haben die Juristen eine andere Interpretation als wir Mediziner. Deshalb hat der Rat klarere Richtlinien von der Regierung gefordert. Befindet sich etwa das Abschalten eines Respirators oder das Beenden einer Dialyse innerhalb des gesetzlichen Rahmens oder brauchen wir etwas anderes? Unsere Ansicht ist, dass das Beenden genannter Behandlungen durchaus mit dem Krankengesetz vereinbar ist. Auf juristischer Seite war dies allerdings nicht so sonnenklar.“

Gesundheitsminister Göran Hägglund sagte darauf im Schwedischen Fernsehen: „Ich halte die Richtlinien für deutlich, und das hat auch die Ärzteschaft bestätigt. In den aussichtslosen Fällen kann man eine lebenserhaltende Behandlung abbrechen und Morphium geben, um Schmerzen zu lindern, aber das Ziel ist niemals, absichtlich ein Leben zu beenden.“

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