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Arbeitsmarkt

Aktualisiertes Abkommen für schwedischen Arbeitsmarkt fern

Publicerat onsdag 11 mars 2009 kl 15.01
Neues Abkommen scheiterte am Widerstand des Gewerkschaftsdachverbandes

Die Verhandlungen zwischen dem Gewerkschaftsdachverband LO und dem Schwedischen Wirtschaftsverband Svenskt Näringsliv über ein neues Abkommen für den schwedischen Arbeitsmarkt sind geplatzt. Dem Wirtschaftsverband zufolge scheiterten die Gespräche daran, dass die Gewerkschaft einer Lockerung des Kündigungsschutzes und der Streikregeln nicht zustimmen wollte.

Im Schwedischen Rundfunk erklärte der Verhandlungsführer des Wirtschaftsverbandes, Jan Peter Duker: „Wir sehen keine Veranlassung, die Gespräche fortzuführen, wenn unsere beiden zentralen Fragen kein Gehör finden. Seit Beginn der Verhandlungen geht es uns darum, das Streikrecht zu begrenzen und den Kündigungsschutz dahingehend zu lockern, dass nicht mehr nur die Anstellungsdauer ins Gewicht fallen soll.“

Besonders in wirtschaftlich anspannten Zeiten sei es wichtig, dass auch Kompetenz und Fähigkeit der Arbeitnehmer über Kündigung oder Weiterbeschäftigung entscheiden sollten.

Gewerkschaft will schwedisches Modell bewahren
Die Vorsitzende des Gewerkschaftsdachverbandes, Vanja Lundby-Wedin, bedauerte den Abbruch der Verhandlungen: „Es ist bedauerlich zu sehen, dass dem Wirtschaftsverband ein kurzsichtiger Sieg in Bezug auf das Kräfteverhältnis der Tarifparteien wichtiger ist als langfristig das schwedische Modell mit starken Tarifverträgen zu festigen. Wir sind der Arbeitgeberseite durchaus entgegen gekommen, aber wir sind selbstredend nicht daran interessiert, den Kündigungsschutz aufzuheben, so dass der Arbeitgeber letztlich bestimmen kann, wer gehen muss und wer bleiben kann.“

1938 schlossen die beiden Spitzenverbände das Abkommen von Saltsjöbaden, das den Grundstein für das so genannte schwedische Modell legte. Nach Jahrzehnten des Streiks wurden seitdem einvernehmliche Tarifverhandlungen ohne die Einmischung der Politik geführt. Im August vergangenen Jahres begannen die Verhandlungen über eine Aktualisierung des in manchen Augen veralteten Abkommens. Eine Lösung des Konflikts scheint derzeit nicht in Sicht.

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