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Medikamente

Senioren bekommen zu viel Medizin

Publicerat torsdag 19 mars 2009 kl 11.12
Pensionär på ett äldreboende i Stockholm. Foto: Jessica Gow/PrB.
Medizin statt Zuwendung

Mehr als 40 Prozent aller Altersheimbewohner in Schweden werden mit Antidepressiva behandelt. Dies belegt ein Bericht des Zentralamtes für Gesundheits- und Sozialwesen. Nach wie vor würden an Senioren Medikamente vielfach ungerechtfertigt verabreicht, so das Amt. Schwedens Kommunen sollen nun klarere Vorschriften zur medizinischen Behandlung von Senioren bekommen. 

Christer Nelery, Chef der Senioren-Abteilung beim Amt für Gesundheits- und Sozialwesen, sagte im Schwedischen Rundfunk, er sei erstaunt, dass sich die Situation nicht gebessert habe, obgleich das Amt seit Jahren mit Nachdruck auf die Probleme verweise, so auf erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit als Nebenwirkung der Medikamente. „Die Kompetenz, vor allem was Nebenwirkungen der Medikamente bei den Senioren angeht, ist in allen Bereichen mangelhaft – vom Arzt über die Krankenschwester bis hin zur Hilfsschwester“, sagte Nelery.

Bereits im vergangenen Herbst war enthüllt worden, dass in der schwedischen Altenpflege in hohem Maβe beispielsweise Anti-Psychose-Mittel eingesetzt werden, um Demenzkranke ruhig zu stellen. Hauptgrund für die Verfahrensweise ist der Personalmangel in der Altenpflege.

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