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NORDSCHWEDEN

Elch-Inventur zu Land, Luft und Wasser

Publicerat torsdag 19 mars 2009 kl 13.33

Nicht nur zur Elchjagd zieht es ein Groβteil der schwedischen Bevölkerung in die Wälder, sondern auch zur Elch-Inventur. Die ist gerade im Jagdgebiet Råneå zu Ende gegangen. Über 800 Jäger waren in den Wäldern, um Elche, die auf den über 200.000 Hektar des Jagdgebietes äsen, zu erfassen und zu zählen. Mit Schneescooter, Skiern und Hubschrauber waren die Jäger unterwegs. 

Bo Lindroths große Leidenschaft ist das Fliegen. Deshalb hat er einen Minihubschrauber gekauft, deutsches Fabrikat. Manchmal jagt Bosse, wie ihn alle nennen, auch. Deshalb ist es für ihn mehr als eine Ehrensache, den Jägerkollegen bei der Elch-Inventur zu helfen, und zwar von oben. Geschmeidig hebt der Ultraleicht-Hubschrauber ab, direkt auf der zugefrorenen Förde Vitåfjärd, die später in die Ostsee fließt. Bosse zeigt nach unten in die lichten Tannen und Birkenwälder, die Spuren der Elche sind gut zu erkennen, da sogar eine der Kuhlen, in denen die Elche so gerne liegen beim Wiederkäuen.  

An so einer Kuhle ist Henning Danielsson auf seinem Schneescooter auch gerade vorbeigefahren. „Hier haben sie gelegen und eine Weile ausgeruht,  sagt er. Er folgt mit dem Scooter den Elchspuren ein wenig und inspiziert einen Haufen Elchlosung. „Etwas kleiner als die Kötel da vorne, mutmaßlich Kalb. Wahrscheinlich Elchkuh und Kalb, die hier waren,“ schlussfolgert der Jäger.  

Olle Andersson, der Chef des Jägerkorps in Råneå, mag es lieber gemächlich und ganz ohne Stress. Er schnallt sich die Ski unter, und schon nach wenigen Metern hat auch er die ersten Fährten des Tages registriert:

Spuren im Tiefschnee 

„Eine Kuh mit ihrem Kalb ist hier langgegangen. Und hier haben sie an den Birkentrieben geknabbert, das ist begehrtes Winterfutter. Die Spuren sind zwei Tage alt.“ 

Zwei Kühe mit jeweils zwei Kälbern sind also insgesamt bereits erfasst, weiter geht es. Sechzig Zentimeter Schnee liegen im Wald, schwerer, nasser Schnee, aber Olle Andersson kommt recht gut voran, weil er etwas breitere Waldskier hat. Seit 35 Jahren unterzieht er jedes Jahr Elche einer Inventur. Als Jäger muss man einfach wissen, wie groß der Bestand ist, erklärt der Jagdchef: 

„Wir können so kontrollieren, wohin die Größe des Elchstammes tendiert. Wenn wir den Bestand in Balance halten wollen, dann dürfen wir nur schießen, was nachwächst. Wenn wir jedoch große Schäden im Forst durch Elchverbiss haben, dann müssen wir mehr als den Bestandszuwachs schießen. Das sehen wir in etwa durch die Winterinventur.“

Schäden in der Forstwirtschaft 

Die vor allem bei deutschen Touristen ach so beliebten süßen Elchschnauzen können große Schäden anrichten. Im Sommer futtern sie Laub von Birke, Vogelbeere, Pappel und Weide, im Herbst auch Blätter von Heidelbeersträuchern, von Heidekraut und Wacholder. Im Winter aber setzen die Elche den jungen Bäumen zu. 

„Wenn viel Schnee liegt, kommen sie nicht an die Wacholderzweige. Dann wandern die Elche auf die Schonungen und fressen ganze Setzlinge, vor allem Kiefern. Die können ganze Schonungen abfressen.“ 

Deshalb ist Henning Danielsson mit dem Scooter auf dem Weg in eine Schonung. Doch er muss zunächst einen Birkenstamm aus dem Weg räumen, der unter der Last des Schnees zusammen gebrochen war. Die Elch-Inventur ist keine Sonntagstour, hier geht es kreuz und quer durch den Wald. Da wieder Spuren. 

„Das waren Rentiere, die Spuren kann man leicht mit Elchspuren verwechseln. Aber an der Losung sieht man deutlich, dass es keine Elche waren.“ 

Oben auf der Schonung keine einzige Elchspur. Die kleinen Kiefern bleiben womöglich in diesem Winter von den gefräßigen Elchschnauzen verschont.  

„Wenn die Kiefern wachsen, sollen sie ja starke Stämme kriegen. So ein Elchverbiss am ausgewachsenen Stamm mindert aber die Qualität des Holzes, daraus kannst du nur Papier machen“,  erklärt Henning Danielsson und fährt weiter durch den dichten Wald.

Gute Schlussbilanz 

Oben in der Luft hat Bosse Lindroth den perfekten Überblick. Da am Waldrand steht eine Elchkuh und tut sich gütlich an den Knospen der Warzenbirke. Auch sie wird gezählt. Am Ende der Inventur hat Bosse die meisten Elche gezählt, 48 insgesamt. 70 Elche sind im Gebiet um Vitåfjärden erfasst. 

„Das ist gut“, bilanziert Jagdchef Olle Andersson. „Das sind sieben Elche weniger als im letzten Jahr, aber insgesamt haben wir rein statistisch 11,8 Elche pro 1.000 Hektar und das ist viel.“ 

Viel Elch also zu jagen im nächsten Herbst.

Katja Güth

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