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Arbeitgeber fordern Nullrunde

Publicerat tisdag 26 maj 2009 kl 14.59

Die Verbände der schwedischen Arbeitgeber und der Industrie haben die Gewerkschaften zu einem Verzicht auf Lohnerhöhungen und flexiblere Regeln für Arbeitszeiten in der kommenden Tarifrunde aufgerufen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage erfordere dies, schreiben 7 Vertreter von Arbeitgebern und Industrie in der Tageszeitung Dagens Nyheter. Die Gewerkschaften haben bereits Widerstand signalisiert.

Im Frühjahr 2010 sollen die Tarifverhandlungen für rund 1,5 Millionen schwedische Arbeitnehmer abgeschlossen sein. Das Ziel haben die Arbeitgeber bereits jetzt deutlich formuliert: eine Nullrunde bei den Löhnen sowie eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeiten. Auch sollten die Gewerkschaften nicht auf den hohen Einstiegslöhnen bestehen, ja sogar Lohnsenkungen für Arbeitnehmer unter 25 sollten nicht ausgeschlossen werden, so die Arbeitgebervertreter.

Für Dag Klackenberg, Vorsitzender des schwedischen Einzelhandelsverbandes, handelt es sich um eine einfache Rechnung: „Das verringert die Arbeitslosigkeit, da höhere Kosten dazu führen, dass die Unternehmen in Zukunft mehr Leute entlassen müssen. Wenn aber die Kosten nicht steigen, bleiben mehr Arbeitsplätze erhalten.“

Die Arbeitgeber wollen unter anderem auch, dass man mit den Arbeitszeiten besser auf die Nachfragesituation reagieren kann. Das heißt, wenn die Nachfrage hoch ist, soll auch länger gearbeitet werden, bei niedriger Nachfrage entsprechend weniger. Darüber hinaus schlagen die Arbeitgeber vor, lokale Absprachen treffen zu können, die sich nicht nach dem Tarifvertrag richten müssen. In Fall von Kurzarbeit soll, wie etwa in Deutschland auch, die Regierung mit einspringen können.

Gewerkschaften wollen mehr

Die Vorschläge stoßen auf Widerstand bei den Gewerkschaften. Vor allem die Forderung nach einem Verzicht auf Lohnerhöhung sei Unsinn, meint Per Bardh, der beim Dachverband der Arbeitergewerkschaften LO für die Tarifabschlüsse zuständig ist: „Es gibt keinen Grund, Lohnerhöhungen auszusetzen. Wir haben keine Kostenkrise, sondern eine Nachfragekrise. Die Frage ist also falsch gestellt. Stattdessen sollten die Regeln für den Abschluss von Tarifabkommen genauer untersucht werden, damit wir einen guten Tarifvertrag bekommen, der uns wettbewerbsfähig macht.“

Nur wenn die Arbeitnehmer Geld in der Tasche haben, können sie es auch ausgeben und somit die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, lautet das Argument. In der Tat haben die Gewerkschaften bereits signalisiert, dass sie es als angemessen erachten, die Löhne stark anzuheben, als Kompensation für die Zurückhaltung vergangener Jahre.

Dieter Weiand

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