Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Sameting-Wahl ohne Überraschungen

Publicerat onsdag 27 maj 2009 kl 14.55

Es wird keine überwältigenden Veränderungen im samischen Parlament geben. Mit 59 Prozent war die Wahlbeteiligung die schlechteste seit Existenz des Sametinget 1993. Zum fünften Mal wurden die Parlamentarier für das samische Parlament gewählt. Bisher hatten die Parteien Samelandspartiet, Samerna, Min Geaidnu und Skogssamerna eine Allianz gebildet, und damit könnten sie auch fortsetzen. Aber vielleicht ergeben sich ja neue Konstellationen? Darüber wurde debattiert bei der „Elefanten-Runde“ auf Sameradio, dem samischen Programm des Schwedischen Rundfunks.

In einem kleinen Cafe in der Innenstadt von Luleå begrüßen die Moderatoren Kristina Nutti und Per Josef Idivuoma ihr Publikum. Fünf Parteichefs werden die kommende Stunde der Livesendung auf Sami-Radio Rede und Antwort stehen und Fehler und Chancen aus dem Wahlkampf bilanzieren.

Moderator Kristina Nutti listet Gewinner und Verlierer auf: „Albmut, eine neue Partei, ist mit einem Mandat nun im Sameting vertreten. Die  Landspartei der schwedischen Sami war vorher über eine gemeinsame Liste mit den Jagd- und Fischsami im Sameting vertreten. Diese haben nun zwei Mandate eingebüsst und haben nun sieben Mandate. Min Geaidnu behalten drei Mandate, Guovssonásti hat prozentual am meisten zugelegt, vier Mandate. Samerna ein Mandat mehr, fünf. Samelandspartei zwei Mandate weniger und Skogssamerna ein Mandat weniger.“

Außenstehende Mehrheit

Die Jagd- und Fischsami haben dennoch nach wie vor die meisten Mandate, werden aber wohl nicht in der Allianz vertreten sein, wie bereits in der vergangenen Legislatur. Das Ergebnis ist für den politischen Kommentator Jörgen Heikki keine Überraschung: „Das Resultat war wie erwartet. Keine großen Veränderungen und wahrscheinlich auch kein Machtwechsel im Parlament. Es war damit zu rechnen, dass die beiden stärksten Parteien Verluste einfahren, weil innerhalb der Parteien Samerna und Jagd- und Fischsami gab es Konflikte und Parteiaustritte. Und die haben ihre Wähler sicher mitgenommen, in die neuen Parteien.“

Die Jagd- und Fischsami standen bereits im Wahlkampf außen vor. Parteichef Håkan Jonsson erklärte zum Wahlkampfauftakt: „Seit der Existenz des Sametinget haben wir ja etwas abseits gestanden. Und wir wollen uns auch absetzen von den anderen Parteien und uns als Alternative in der Politik profilieren.“

Das tun sie nun auch, bei der Nach-Wahldebatte sind sie nicht vertreten.

Von Macht und Machtlosigkeit

Ingrid Inga, Chefin der zweitstärksten Partei Samelandspartei mit ihren Resümee: „Ich kann nicht damit zufrieden sein, dass wir zwei Mandate verloren haben. Aber unser größter Feind war die geringe Wahlbeteiligung. Die etablierten Parteien müssen dafür bezahlen. Unsere Allianz aus vier Parteien hat nicht die Fragen aufgegriffen, die die Wähler interessieren. Wir waren zudem ständig zu Kompromissen gezwungen.“

Sara Larsson von der Partei Min Geaidnu, die mit drei Mandaten gleichgeblieben ist, räumt ein: „Die Wähler haben doch das Problem, dass sie keine Resultate der Arbeit des samischen Parlamentes sehen. Wir sind in der gesellschaftlichen Debatte leider nicht sonderlich vertreten.“

Die gesellschaftliche Debatte wird in der Tat von jenen bestimmt, die auch etwas zu entscheiden haben. Regieren tut keine der samischen Parteien, denn Macht hat das Parlament nicht, wie Kommentator Heikki erläutert: „Das samische Parlament ist ein machtloses Parlament wie es nur wenige gibt. Die größte Herausforderung für Sametinget in der kommenden Legislatur ist, sich mehr Macht zu verschaffen sowie die Herrschaft über die die Sami betreffenden Fragen -  wie Grund- und Boden zu verwalten sind, wer wo fischen darf, wie die Weideländer für die Rentiere geschützt werden können und so weiter. In diesen Fragen hat Sametinget bisher nichts zu sagen.“

Visionen erwünscht

So ist die Debatte auch zum großen Teil ein Eingeständnis der eigenen Machtlosigkeit. Es wird diskutiert, wer die Nachfolge des scheidenden Parlamentspräsidenten Lars Anders Baer werden könnte, ob mehr Parteien in der Allianz vertreten sein werden. Dass der Wahlkampf lebendiger werden muss und die Wahl damit reizvoller. Und auf die Frage eines Hörers werden am Ende Visionen vorgestellt. Thema: Die Sami in 10 Jahren: „Dass der König sagt, wie in Norwegen: In Norwegen wohnen zwei Völker: Norweger und Sami, so erwarte ich, dass das der schwedische König in zehn Jahren auch sagen wird. Und dass wir selbst über unsere Belange bestimmen.“ Vision Inger Inga, Samelandspartiet.

 „Wenn man das Wort Sápmi hört, denkt man an alle Sami in ganz Schweden, man denkt an samische Restaurants und Unternehmer.“ Sara Larsson, Min Geaidnu. 

„Die Visionen sind eindeutig in den Internationalen Konventionen festgehalten, die unterschrieben werden müssen. Damit wird der Status der Sami in Schweden festgeschrieben.“ Per-Mikael Utsi, Guovssonásti

Von der Machtlosigkeit zur Selbstbestimmung, vom Nischendasein zur wirtschaftlichen Blüte. Visionen sind der Anfang aller guten Politik.

Katja Güth

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".