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Piratenpartei hofft auf Wahlerfolg

Publicerat onsdag 27 maj 2009 kl 16.21

Weniger als jeder Dritte in Schweden will bei den Europawahlen am 7. Juni seine Stimme abgeben. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung des Europaparlaments. Nur in wenigen anderen Mitgliedsländern ist demnach das Interesse an der Wahl so gering wie in Schweden. Unterdessen hofft die noch junge „Piratenpartei“ darauf ihre hauptsächlich jungen Anhänger in großem Umfang mobilisieren zu können. Laut jüngsten Umfragen kann die Partie den Sprung ins Europaparlament schaffen.

Zur Wahl gehen oder nicht? Diese Frage war in der ersten Maiwoche an Bürger in sämtlichen EU-Mitgliedsländern gestellt worden. 49 Prozent wollen europaweit laut dieser Umfrage bei der Wahl ihre Stimme abgeben. In Schweden, ebenso wie in den Niederlanden und in Rumänien, liegt die entsprechende Zahl nur bei 30 Prozent – geringer ist das Interesse nur noch in Tschechien und Slowakien.

Allerdings ist es mit Umfragen so eine Sache. Laut einer anderen Erhebung, vom schwedischen Statistischen Zentralamt, wollen immerhin bis zu 49 Prozent der Schweden wählen gehen. Dies wäre freilich eine markante Steigerung im Vergleich zur letzten Europawahl, wo es hier zu Lande gerade mal 38 Prozent an die Wahlurnen schafften.

Hoffnung auf Erstwähler

Unterdessen hofft die Piratenpartei, gegründet im Zuge des Aufruhrs um die Internet-Tauschbörse The Pirate Bay, auf weiteren Sympathiezuwachs – nicht zuletzt bei den Erstwählern, deren Zahl mit 600.000 in Schweden in diesem Jahr so groβ ist wie noch nie.

“Geht so früh wie möglich zur Wahl und nutzt dann den Rest der Zeit, um eure Kumpels zu überreden, ebenfalls zu wählen. Bei dieser Wahl geht´s allein um die Teilnahme“, appelliert Christian Engström, Spitzenkandidat der Piratenpartei, während eines Wahltreffens in der Stockholmer Universität. Die Partei, die das Filesharing unterstützt, hat Sympathien vor allem bei den unter 30-Jährigen – jener Gruppe also, aus der an der vergangenen Wahl nur jeder Vierte teilnahm. Mit Blick auf die wichtigen Entscheidungen, die zur Zukunft des Internet anstehen, ist Christian Engström optimistisch:

Groβer Zulauf

“Zum ersten Mal geht es in dieser EU-Wahl um Fragen, die erstens interessant sind und die zweitens von der EU entschieden werden. Es geht um die Zukunft des Internet. Ich denke, bei den unter 30-Jährigen wird die Wahlbeteiligung diesmal rekordhoch sein.“

Soll man im Internet frei und ohne Kontrolle durch Vater Staat oder andere Instanzen unterwegs sein und Filme und Musik weiterhin unkompliziert, gratis und anonym herunterladen dürfen? Ja, meint die Piratenpartei und hat mit dieser klaren Ansage die Zahl ihrer Mitglieder seit Anfang April von 15.000 auf 45.000 steigern können. In Umfragen erreichte sie in jüngster Zeit meist zwischen vier und fünf Prozent – die Fahrkarte nach Brüssel wäre damit gesichert.

“Wir sind zu einer Alternative für Jugendliche geworden“, meint der Wahlhelfer Jonathan Rieder Lundkvist. „Jugendliche verstehen diese Fragen, sie verstehen das Internet. Indem wir als Alternative auftreten, ermuntern wir sie, zu wählen.“

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