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Minister: ESS kommt nach Schweden

Publicerat fredag 29 maj 2009 kl 09.38

Das gesamteuropäische Neutronen-Forschungszentrum EES (European Spallation Source) wird mit gröβter Wahrscheinlichkeit in Schweden angesiedelt sein. Bei einem Treffen der EU-Forschungsminister in Brüssel am Donnerstag signalisierten sowohl Deutschland als auch Frankreich ihre Unterstützung für die Kandidatur Schwedens, das um den Bau der Anlage mit Ungarn und Frankreich wetteifert. Das neue Zentrum soll im südschwedischen Lund entstehen. Laut Forschungsminister Lars Leijonborg ist dies so gut wie entschieden.

„Wir sind dem Beschluss, das EES in Lund bauen können, merkbar näher gekommen“, so der Minister im Schwedischen Rundfunk. „Im Grunde sind es ja wir in Schweden selbst, die einen entsprechende Entscheidung treffen, wenn wir der Meinung sind, dass wir mit genügend ökonomischer Unterstützung für das Vorhaben rechnen können. Nach diesem Treffen scheint diese Entscheidung jetzt sehr nah.“

Milliardenprojekt


Mit dem ESS erhielte die traditionsreiche Universitätsstadt Lund ein Projekt, das sich in seinem Umfang mit Giganten wie der Öresundverbindung zwischen Malmö und Kopenhagen messen kann. Laut Prognosen würde der Bau der Anlage denn auch ebenso viele Arbeitskräfte erfordern wie die Konstruktion der Öresundbrücke. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf umgerechnet 1,2 Milliarden Euro belaufen – 30 Prozent davon wird Schweden tragen. Neben Deutschland und Frankreich haben auch bereits Dänemark, Norwegen, Polen und die baltischen Länder finanzielle Unterstützung zugesagt. Die schwedische Regierung will nun mit weiteren Ländern verhandeln, ehe man den endgültigen Beschluss über die Bildung eines EES-Konsortiums fasst. Erst danach folgen dann weitere Schritte wie beispielsweise die Einholung von Umwelt-Attesten.

Mikroskop im Mega-Format

Das geplante EES ist als eine Art riesiges Mikroskop beschrieben worden, bei dem man mithilfe freier Neutronen den Aufbau kleinster Materialbestandteile studieren kann. Arne Johansson, Erster Sekretär für Technik und Naturwissenschaft beim Staatlichen Rat für Wissenschaft, beschreibt die Funktionsweise so: „Die Neutronen durchdringen direkt das Material, ohne es zu beschädigen. Indem man studiert, auf welche Weise die Neutronenbewegungen während der Durchdringung beeinflusst werden, kann man sehr detailliert Materialeigenschaften ausmachen.“

Europäische Premiere


Die Anwendungsbereiche sind äuβerst breit gefächert. „Das reicht von Katalysatoren, für die ja Auβenbeschichtungen sehr wichtig sind, über die Entwicklung neuer Materialien bis hin zur Entwicklung neuer Medikamente“, sagt Arne Johansson.

Die gesamte Anlage soll an die 800 Meter lang werden; 5000 Forschern aus der ganzen Welt soll sie eine Plattform bieten können. Vergleichbare Anlagen gibt es bisher schon in Japan und in den USA – für Europa wäre der Bau eine Premiere. Doch noch also ist nichts endgültig entschieden und sicher. Minister Lars Leijonborg vertraut nach dem Treffen in Brüssel aber seinem guten Gefühl: “Was ist auf dieser Welt schon 100-prozentig sicher? Der Ausgang des Abends hätte jedenfalls kaum besser sein können.“

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