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Mehr Organspender dank „Daniel-Effekt"

Publicerat fredag 29 maj 2009 kl 12.59

Die Nachricht, dass der Verlobte von Kronprinzessin Victoria, Daniel Westling, eine neue Niere bekommen hat, hat der Bereitschaft zum Organspenden in Schweden einen spürbaren Auftrieb gegeben. Am Mittwoch hatte die Transplantation stattgefunden; Daniel Westling war dabei eine Niere seines Vaters Olle Westling transplantiert worden. Am Donnerstag konnte man beim nationalen Organspendenregister daraufhin einen starken Zulauf verzeichnen.

Rund anderthalb Millionen der insgesamt neun Millionen Schweden sind derzeit im Organspendenregister beim Amt für Gesundheits- und Sozialwesen registriert. Sie haben die Bereitschaft bekundet, nach ihrem Tode als Donator zur Verfügung zu stehen. An die 100 Menschen täglich melden sich bei dem Register an; am Donnerstag nun wurde diese Zahl aber bei weitem übertroffen. Mehr als 400 potenzielle Organspender konnte das Gesundheitsamt registrieren. Für die Mitarbeiterin Susanne Kato ist der Zusammenhang offensichtlich:

Großes Medieninteresse
„Das liegt gewiss daran, dass die Medien so viel über Daniel Westlings Nierentransplantation berichtet haben", meint sie.

Die Nachricht, dass Daniel Westling im Stockholmer Karolinska Krankenhaus eine neue Niere bekommen hat, hatte kaum einem Zeitungsleser, Internetbesucher oder Fernsehzuschauer in Schweden entgehen können. Dass Daniel ebenso wie sein Vater die Operation gut überstanden hat, lieβ die zahlreichen Anhänger des Königshauses aufatmen. Anerkennend nahmen auch viele zur Kenntnis, dass der potenzielle Prinz die Operation klaglos ohne den Beistand seiner Prinzessin durchlief - Victoria, so hieß es von Hofreportern, habe einen Termin in Grönland absagen wollen, um am Krankenbett zu wachen. Daniel hatte sie aber stattdessen ermuntert, ihre königlichen Pflichten ohne Rücksicht auf ihn wahrzunehmen.

Hochzeit nicht gefährdet
Wert hatte der Königshof auf die Feststellung gelegt, die Operation sei aufgrund einer Erkrankung notwendig geworden, die „angeboren, aber nicht erblich" sei. Keine Unruhe-Wolken verdunkeln also die für Juni kommenden Jahres geplante Hochzeit zwischen Daniel und Victoria. Die Zeitungen schreiben nun unterdessen mit Blick auf den Zulauf beim Organspendenregister vom „Daniel-Effekt" - und nicht zuletzt jene mehr als 400 Schweden, die derzeit auf eine Spenderniere warten, dürften die gewachsene Spendenbereitschaft mit Freude zur Kenntnis nehmen. Das Thema Organspende ist wieder in den Blickpunkt gerückt - so wie zumeist, wenn Schicksale von Betroffenen in den Medien geschildert werden, sagt Susanne Kato vom Gesundheitsamt.

„Und es muss dabei durchaus nicht um Prominente gehen. Vor einigen Jahren gab es einen viel beachteten Fall, wo ein kleines Mädchen auf ein Spenderherz wartete, aber nicht rechtzeitig eines bekam und starb. Innerhalb eines Tages ließen sich danach 4500 Menschen bei uns registrieren."

Anne Rentzsch

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