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Jugendliche fürchten Zwangsehe

Publicerat tisdag 2 juni 2009 kl 11.38
Zwangsehe- Kein Grund zur Freude

In Schweden fürchten zirka 70.000 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren, dass sie keine Freiheit bei der Wahl ihres Lebenspartners haben. Insgesamt 8.500 von ihnen geben an, dass sie nicht selber darüber entscheiden könnten, wen sie heiraten werden. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Bericht zum Thema Zwangsehe, den der Nationale Jugendrat an Integrationsministerin Nyamko Sabuni übergeben hat.

Sara Mohammad ist Vorsitzende des Vereins „Vergiss niemals Pela und Fadime“. Der Verein wurde nach der Ermordung beider Mädchen gegründet und richtet sich gegen Ehrengewalt und Zwangsehe. Im Schwedischen Rundfunk sagte sie: „Vor dem Hintergrund der schlimmen Erfahrungen unserer täglichen Arbeit denke ich, dass die Dunkelziffer doppelt so hoch liegt, wie in dem Bericht angegeben.“

Mädchen sind laut dem Bericht am schlimmsten von der Zwangsehe betroffen, und Religionszugehörigkeit spielt dabei eine herausragende Rolle. Darüber hinaus werden viele der Zwangseheschließungen im Ausland vollzogen. Der Jugendrat schlägt deshalb einen Maßnahmenkatalog vor, in dem unter anderem Zwangsehe und Kinderheirat kriminalisiert werden und Ausnahmeregelungen für Eheschließungen unter 18 Jahren abgeschafft werden sollen.

Sara Mohammad ist mit der bisherigen Arbeit der Regierung unzufrieden: „Integrationsministerin Nyamko Sabuni hat versprochen, die Zwangsehe und Kinderheirat zu kriminalisieren. Ich frage mich, was aus diesem Versprechen geworden ist? Wie viele Jahre müssen wir noch warten, und wie viele Mädchen und Kinder sollen noch gegen ihren Willen zwangsverheiratet werden?“

Der Jugendrat empfiehlt die Einrichtung einer webbasierten Hilfsplattform für betroffene junge Menschen. Allein im vergangenen Jahr suchten insgesamt 248 Jugendliche Hilfe, da sie befürchteten, zwangsverheiratet zu werden.

Tobias Hofsäss

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