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Armdrücken

Der neue Trendsport im Norden

Publicerat onsdag 3 juni 2009 kl 09.00

Ein Sport wird immer beliebter im Norden Schwedens: das Armdrücken. Gerade bereiten sich die Armdrücker auf die nächste Weltmeisterschaft in Italien vor. Aus einem kleinen Dorf in Lappland kommt die vermutlich stärkste Frau Schwedens: Heidi Andersson, sechsfache Weltmeisterin im Armdrücken. Einem breiterem Publikum wurde sie 2004 bekannt durch den Film „Die Armdrückerin aus der Einsamkeit“. Der Sport hat seitdem viele Anhänger gefunden, dank Heidi Andersson, die Interessierte selbst in die Kunst des Armdrückens einweiht.

„In meinem Dorf wohnen 16 Menschen und fast alle sind Armdrücker“, erzählt Heidi Andersson ihrem Publikum in einem Freizeitheim in Skellefteå. 17 Jungen und Mädchen im Alter von elf bis zwölf Jahren. Das war genau jenes Alter, in dem Heidi selbst begann zu trainieren. „Ich erkenne mich schon selbst wieder in den Augen der Kinder, vor allem der kleinsten. Ich war so kurz und klein, dass ich auf den Klassenfotos immer am weitesten vorne saß, 25 –30 Kilo, mehr brachte ich nicht auf die Waage, als ich in die fünfte Klasse ging.“
Besonders schwer ist die 28-Jährige auch heute nicht, mit 63 Kilo bei 1,70 m Körperlänge. Aber stark ist sie. Und die etwas zu klein geratene Heidi wollte stark werden, das hat sie angetrieben: „Ich war stark, dafür dass ich so klein war. Aber natürlich ist es super, wenn man selbst spürt, dass man immer noch stärker wird. Als ich das erste Mal in meiner Gewichtsklasse antrat, war ein gewisses Talent zu erkennen. Es geht darum stark zu sein, unabhängig vom Gewicht.“

Russentraining
Heidi zeigt den Kindern und Erziehern in Skellefteå, wie sie so trainiert, um stark zu werden. Vom Dach der Scheune seilt sie sich ab, mit einer 15-Kilo schweren Scheibe zwischen die Knie geklemmt, das sogenannte Russentraining. Die erste Sequenz aus dem Film, der die Armdrückerin aus der Einsamkeit 2004 bekannt gemacht hat. Da hatte Heide Andersson vier Weltmeistertitel, inzwischen sind es sechs. Dabei ist sie keine Titelsammlerin, wie sie erklärt: „Ich konzentriere mich nicht darauf, Weltmeister zu werden. Ich bin darauf aus, mich mit den besten Startern der Welt zu messen und das Beste zu geben. Aber klar fühlt man sich „wow!“ - zum sechsten Mal war ich die Beste! So lange ich mich in diesem Sport weiterentwickle, mache ich auch weiter.“
Zurück zu den Kindern im Freizeitheim Efyran in Skellefteå. Kinder lernen ja bekanntlich schnell, die Profidrückerin zeigt der 12-jährigen Klara Klingstedt wie das geht: „Armdrücken ist der einfachste Sport auf der Welt, man braucht nur einen Arm. So, Handgelenk winkeln und ziehen und... gut! Was nicht innerhalb einer Minute lernt, braucht man auch nicht zu wissen! Ein Armdrücker muss stark sein im Unterarm und Handgelenk.“

Wettbewerbsstimmung
Und schon verteilen sich die Kinder um die vier Armdrückertische, die spezielle Auflagen haben und Stützen für den freien Arm. Klara fühlt sich nach ein paar Drückerrunden auch schon stärker. Zuhause drückt sie Arm mit ihrem drei Jahre jüngeren Bruder, wobei jeder mal gewinnt. Nach ein paar Runden Armdrücken stehen sich Matilda Lerman und Anton Åkerlund gegenüber. Die Stimmung im Freizeitheim steht der einer Weltmeisterschaft in nichts nach. And the winner is: Anton Åkerlund, der einräumt, nicht besonders zu trainieren, sondern ganz bescheiden erkennt: „Ich bin halt stark.“

Gymnasialzweig: Armdrücken 
Krafttraining steht hingegen steht im Luspengymnasium in Storuman auf dem Programm. Im vergangenen Herbst ist die Ausbildung im Armdrücken gestartet. Heidi Anderssons Onkel unterrichtet inzwischen Armdrücken. Josefin Andersson, nicht  mit den Armdrückern aus dem Dorf Einsamkeit verwandt, hat die Armdrückerausbildung gewählt, „Weil es ein cooler Sport ist. Die Gemeinsamkeit in der Gruppe ist sehr eng. Armdrücken ist ein Kampfsport, jeder kann antreten, ob groß oder klein. Ein einfacher und gerechter Sport. Alle können sich in ihren Gewichtsklassen miteinander messen.“ Josefin hat erst im Herbst mit dem Training begonnen, ihr Mitschüler Stefan Vedin hat bereits zwei Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen in der Schwedischen Meisterschaft errungen. „Armdrücken ist meine Zukunft...Wie soll ich das erklären? Mein Leben, ohne Armdrücken könnte ich nicht leben.“

Katja Güth

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