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Resistente Bakterien im Vormarsch

Publicerat onsdag 10 juni 2009 kl 11.49
Gefährliches Pflaster: Krankenhaus (Archivfoto Daniel Roos/Scanpix)

Die Zahl von Patienten, die sich mit den antibiotikaresistenten Bakterien VRE und ESBL anstecken, ist in Schweden lawinenartig gewachsen. Das berichtet der Schwedische Rundfunk mit Verweis auf die Statistik des Amtes für Seuchenschutz für das Jahr 2008.

Demnach ist die Zahl der Patienten mit ESBL (extended-spectrum beta-lactamase; erweiterte Resistenz gegenüber bestimmten Antibiotika) innerhalb eines Jahres um 800 gestiegen, bei VRE (vancomin-resistente Enterokokken) haben sich die Fälle verzehnfacht. Als wichtige Ursache gilt die jahrzehntelang sehr freigiebige Verschreibung von Antibiotika in Schweden.

Johan Struwe, Oberarzt am Institut für Seuchenschutz, mahnte im Schwedischen Rundfunk erneut eine restriktivere Anwendung von Antibiotika an. Mit Blick auf die Tatsache, dass VRE vor allem im Krankenhausmilieu übertragen wird, sagte er: "Eine weitere Frage, mit der wir arbeiten müssen, sind die Strukturen im Gesundheitswesen. Bei den betroffenen Patienten kann der Anlass sein, dass sie zu häufig umgelegt werden. Es gibt zuviel Überbelegung und häufig zuwenig Personal. Wir müssen möglicherweise die Arbeitsweise besser planen."


(Radio Schweden 18.11.2008)

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