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GESUNDHEITSWESEN

Gesundheit im Export

Publicerat tisdag 7 juli 2009 kl 12.45
Avancierte Forschung spielt beim Medizin-Export eine wichtige Rolle

Aufgrund der langen schwedischen Wartezeiten auf eine Konsultation beim Facharzt oder eine Operation wächst bei vielen Schweden das Interesse an Behandlungen in anderen EU-Ländern. Schweden selbst konzentriert sich unterdessen stärker auf gut zahlende ausländische Patienten. Dazu gehört nicht nur die Behandlung von Ausländern in schwedischen Gesundheitseinrichtungen. Auf der Tagesordnung steht auch der Export medizinischer Dienste.

Bei den schwedischen Provinzialverwaltungen ist das Interesse am Export medizinischer Dienste groß. Mit dem Verkauf hoch spezialisierter Behandlungen hofft man, die Kassen effektiv auffüllen zu können. Das bisher weitest reichende derartige Abkommen haben das Universitätskrankenhaus Malmö und ein privates schwedisches Gesundheitsunternehmen abgeschlossen: Gemeinsam bauen sie eine Diabetis-Klinik in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für Ronnie Halvardsson, Chef des neu gebildeten Medizin-Export-Unternehmens Skåne Care, ein Paradebeispiel für einen zukunftsträchtigen Trend:

„Wir werden unsere Kompetenz und unsere Methoden verkaufen. Wir werden auch Personal ausbilden und für Qualitätskontrolle verantwortlich sein. Ein ganz typischer Vertrag, so wie wir viele davon in der Zukunft sehen wollen.”

Umfangreiche Investition

Ajman in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eines der reichsten Länder der Welt. Das Land rühmt sich, ein Steuerparadies zu sein, wo Ausländer unbehindert in Grund und Boden investieren können und das Gros der Arbeitskräfte nicht gewerkschaftlich organisiert ist. Mit einer Kraftspritze von rund 100 Millionen Euro soll jetzt das Gesundheitswesen aufgerüstet werden. Insbesondere geht es dabei um die Bekämpfung von Fettleibigkeit und Diabetes, woran jeder vierte Einwohner des Emirats leidet. So soll das hoch moderne Diabetes-Zentrum entstehen, bei dessen Aufbau das Malmö Universitätskrankenhaus hilft. Auch bei der Qualitätskontrolle wird Malmö mitwirken.

Dem Provinziallandtag bringt das Abkommen über einen Fünf-Jahres-Zeitraum jährlich an die 350.000 Euro ein. Weitaus mehr bekommt das schwedische Unternehmen Global Health Partner, das verschiedene Spezialkliniken vereint. Unternehmenschef Per Båtelsson sieht die Zusammenarbeit mit dem Provinziallandtag als Zulieferer als bisher einzigartig:

Zukunftsmusik

„Wir haben den eigentlichen Auftrag bekommen. Darin waren sowohl Forschung als auch Qualitätskontrolle enthalten. Wir fanden es richtig, zu der Institution zu gehen, die landesweit als die beste in der Diabetesbehandlung gilt, und sie zu bitten, unser Zulieferer zu werden. Dies ist nur ein erstes Projekt. Es können durchaus mehr werden”, meint Båtelsson.

Doch nicht alle teilen seine Zuversicht. Vilmer Andersson, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei in der Region Skåne, sieht die Kommerzialisierung des öffentlichen Gesundheitswesens skeptisch und fordert ein deutlicheres Regelwerk. Bislang ist dort lediglich zu lesen, ein Export medizinischer Dienste sei “nur zulässig, wenn es im Gesundheitswesen freie Kapazitäten gibt”.

„Wann gibt es freie Kapazitäten, und wer beurteilt das?”, fragt Andersson. „Hier gibt es ständig lange Warteschlangen. Aber wenn großes Geld winkt, lassen sich die Vorgaben gewiss so auslegen, dass die Patienten hier zu Lande das Nachsehen haben.”

Anne Rentzsch/SR

  (Radio Schweden 2.12.2008)

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