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EU-RATSVORSITZ

Schwedische CD lässt Wünsche offen

Publicerat tisdag 7 juli 2009 kl 16.01
Cover-Girl: Lykke Li (Foto: Henrik Montgomery/Scanpix)

Den EU-Ratsvorsitz von Juli bis Dezember will Schweden nicht zuletzt nutzen, um das Schweden-Bild im Ausland weiter aufzupolieren. Zu den verschiedenen Gratis-Gaben der Regierung an Politiker und Journalisten gehört auch eine CD mit schwedischer Musik. In 20.000 Exemplaren soll die CD verteilt werden – aber die Freude darüber ist nicht ungeteilt. Führende Repräsentanten der schwedischen Musikszene kritisieren die Auswahl der Songs als allzu einseitig.

Überwiegend locker und fröhlich kommt die Gratis-CD einher. Für den Titelsong steht Lykke Li mit ”I`m good, I`m gone”, weitere 19 Titel folgen, angesiedelt allesamt im Bereich des aktuellen schwedischen Rock und Pop. Sten Melin, Vorsitzender der Vereinigung Schwedischer Komponisten, findet das etwas dürftig: ”Der Grundfehler besteht nicht darin, dass die CD Popmusik enthält. Falsch ist, dass das Ganze so schmal gehandhabt wird. Selbst wenn man vier Genres innerhalb der Popmusik hat, ergibt das keine breite Auswahl, und es wird langweilig. Auβerdem spiegelt die CD nun wirklich nicht das schwedische Musikleben wider.”

Sven Rånlund, Leiter des Schwedischen Verbandes der Arrangeure zeitgenösssischer Kunstmusik, ist der gleichen Ansicht: ”Hier wird das Bild von einem Schweden vermittelt, das im Prinzip vor allem im Vierertakt auf Englisch trällert”, moniert er. ”Man hört nichts von einem spannenden, vorwärtsstrebenden Schweden.”

Tomas Bokstad, seitens der Regierungskanzlei für die Gestaltung der CD verantwortlich, lässt sich von der Kritik nicht ins Bockshorn jagen. Im Gegenteil: ”Was wir zeigen wollen, das ist die neue, frische, junge, erfolgreiche und künstlerisch intressante schwedische Rock- und Popmusik von heute”, betont er. ”Dass diese Auswahl schmal ist, finde ich gerade gut. Ich finde es richtig, dass man schmale Produkte zeigt und nicht versucht, die Sache allzu gemischt zu gestalten. Ich glaube kaum, dass eine CD für diese Art von Zielgruppe funktionieren würde, wenn sie aus Oper, Kammermusik, Hardrock und Pop bestünde. Niemand würde sich eine solche eine CD anhören.”

Auβerdem, gibt Bokstad zu bedenken, sei die Pop-CD ja bei weitem nicht das Einzige, das Schweden in Sachen Kultur im kommenden Halbjahr den EU-Abgesandten zukommen lässt.
”Man muss die Gesamtheit sehen, das gesamte Kulturprogramm. Und das bietet durchaus groβe Vielfalt, mit einer Reihe verschiedener Genres.”

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