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Krebsbehandlung

Wie viel darf Ethik kosten?

Publicerat onsdag 8 juli 2009 kl 12.40

Schwedische medizinische Leistungen genießen international einen guten Ruf und mehrere Risikokapitalunternehmen haben sich in letzter Zeit entschlossen, schwedische Krankenhäuser in Afrika und Asien zu finanzieren. Das Unternehmen Global Medical Investment zum Beispiel plant Krebskliniken in Afrika, Südamerika und Asien.

 Aber auch in Schweden muss die Behandlung von Krebskranken in den Kliniken immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Nicht zuletzt zu den ethischen Aspekten der Kosten-Nutzenfrage müssen die Ärzte immer wieder Stellung nehmen, sagt Professor Ursula Falkmer, Oberärztin am Landeskrankenhaus Ryhof in Jönköping.

Sie bedauert, dass die Haushaltsmittel der Kliniken langfristig festgelegt werden. Wenn neue Medikamente und Methoden auftauchen, können die Ärzte bei der Behandlung zunächst oft nicht so schnell und flexibel reagieren, weil die nötigen finanziellen Mittel bereits anderweitig verplant seien. Ein Nachteil für Ärzte und Patienten, sagt die Krebsspezialistin:

„Die Ärzte wollen besser behandeln. Krebs nimmt zu, und die Ärzte wollen wirklich schnell bessere Medikamente anwenden. Und wir brauchen mehr Geld für die neuen Arzneimittel und Behandlungen gegen Krebs. Aber der Haushaltsplan eines Krankenhauses wird zwei Jahre im Voraus festgelegt, für neue Methoden fehlt daher zunächst häufig das Geld. Es ist schön, dass dieser Aspekt jetzt diskutiert wird.“

Überanwendung teurer Behandlungen
Umgekehrt würden bestimmte teure Arzneimittel in einigen Kliniken in zu hohem Grad verabreicht, hat Ursula Falkmer in einer Studie festgestellt. Nicht alle Krankenhäuser mit besonders hohen Kosten für Medikamente können belegen, dass die Überlebensrate ihrer Patienten entsprechend höher ist.

„Es gibt ein ganzes Arsenal unterschiedlicher Behandlungsmethoden zu unterschiedlichen Preisen. Diese Kosten werden jetzt mehr publik gemacht. Die Mediziner finden die Kosten zweitrangig, am wichtigsten ist, dass ein Medikament hilft. Und es gibt große Unterschiede wie wir die Medikamente verwenden.“

Ungleiche Behandlung
Es gibt auch regionale Verschiedenheiten bei der Behandlung in Schweden, hat die Krebsärztin festgestellt, sowie ethnische Ungleichheiten und Bildungsunterschiede. 

„Diese Unterschiede sind schon vor einiger Zeit beschrieben worden. Sie sind vor allem bekannt aus Psychiatrie und Diabetesbehandlung. Besonders Einwanderer, die im Krankheitsfall nicht immer schnell einen Arzt aufzusuchen, kommen zu spät, um erfolgreich behandelt zu werden. Auch psychiatrische Patienten kommen spät in die Krebsbehandlung und riskieren damit ein schlechteres Behandlungsergebnis. Das habe ich bereits vor 40 Jahren festgestellt. Aber das ist eher eine Frage für die Psychiatrie, die muss mehr mit der Früherkennung arbeiten.“

Erwartungshaltung
„Eine norwegische Studie über Brustkrebspatientinnen zeigt, dass viele ein Jahr nach Abschluss der Behandlung nicht wieder an ihrem Arbeitsplatz sind. Das sind meist diejenigen, die vor ihrer Erkrankung schwere, körperliche Arbeit verrichten. Auch Patientinnen, bei denen am Arbeitsplatz erwartet wurde, dass eine Krebskranke möglichst nicht zurückkommt, waren ein Jahr nach der Behandlung arbeitslos.“

Jasna Carlén

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