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Siebtes Ostseefestival in Stockholm

Publicerat fredag 28 augusti 2009 kl 14.21
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Frieden und Versöhnung – unter diesem Motto steht das diesjährige Ostseefestival, das am Freitag begonnen hat. Es ist das siebte in Folge und in diesem Jahr gilt das musikalische Gedenken nicht zuletzt dem 70. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkrieges.

Mit klassischer Musik die kulturelle Identität der Region rund um die Ostsee zu stärken, das war der Grundgedanke, als der Chefdirigent des Marinskijtheaters in Sankt Petersburg, Valerij Gergiev, der Leiter des Konzerthauses des schwedischen Rundfunks, Michael Tydén, und der finnische Dirigent Esa-Pekka Salonen vor sieben Jahren zusammen saßen und die Idee des jährlich wiederkehrenden Festivals aus der Taufe hoben. Musik als politisches Ausdrucksmittel sei nahe liegend, erklärt Salonen: „Es ist merkwürdig und phantastisch, sobald etwas Unglaubliches, Dramatisches, Großes, Tragisches oder Komplexes passiert, fast immer beginnen die Menschen zu singen oder zusammen Musik zu machen. Das muss etwas biologisches sein, eine Art überlieferte DNA, die merkt, wenn wir Bereiche tangieren, wo die Worte nicht ausreichen. Dann greifen wir zur Musik“.

Musik und Inhalte
Die singende Revolution im Baltikum ist noch in Erinnerung. An dramatischer Geschichte ist die Ostseeregion insgesamt nicht arm. Neben dem 2. Weltkrieg prägt in diesem Jahr unter anderem auch das Jubiläum der Trennung Schwedens und Finnlands in zwei eigenständige Länder im Jahr 1809 das Festival. Musik und Inhalte gehören beim Ostseefestival zusammen, daher finden wie immer begleitende Seminare statt – in diesem Jahr zu den Themen Weltkrisen und Medienberichterstattung aus der Region. Des Weiteren lädt die finnische Botschaft in Stockholm zu einem Seminar über ein stets aktuelles Thema ein, nämlich Umweltprobleme der Ostsee, einem der am stärksten verschmutzen Gewässer der Welt.
Auf dem Programm des Eröffnungskonzertes steht Igor Stravinskys Ödipux Rex mit dem Sinfonieorchester des schwedischen Rundfunks unter Leitung von Esa-Pekka Salonen. Was sagt uns ein griechisches Drama heute zum Thema Frieden, Weltkrisen und Umwelt? Esa-Pekka Salonen: „Zum einen ist es ein großes Meisterwerk. Und irgendwie ist auch ein unterschwelliges Thema des diesjährigen Festivals Führungsstil, Macht und Umwelt. Ödipux Rex ist eine Studie in Führungsstil. Eines erfolgreichen Führungsstils, der plötzlich nicht mehr funktioniert. Davon können alle Führungskräfte lernen.“

Ableger in Brüssel
Länderschwerpunkt ist in diesem Jahr Polen, unter anderem nimmt die Sinfonia Varsovia einen zentralen Platz im Programm ein, neben den Dirigenten Jazek Kaspszyk und Szymon Bywalec. Erstmals dabei ist Litauen mit dem Kammerchor Sankt Kristoffer unter der Leitung von Donatas Katkus. Und ein weiteres Highlight ist die Teilnahme des World Orchestra for Peace.
Während eine Reihe Länder rund um die Ostsee schwer mit der düsteren Konjunktur kämpfen, ist das Festival finanziell unbeschadet geblieben. Mehr als das, die Finanzierung sei so gut wie nie, und sie ermöglicht Innovationen. So spendierte die schwedische Regierung aus  Anlass der derzeitigen schwedischen EU-Ratspräsidentschaft Konzerte in Europas Hauptstadt Brüssel. Michael Tydén, der Leiter des Konzerthauses Berwaldhallen: „Finanziell geht es uns besser und besser. Wir haben noch nie soviel Unterstützung bekommen wie in diesem Jahr. Ganz fantastisch ist die Tatsache, dass die schwedische Regierung uns gemeinsam mit belgischen Financiers einen Ableger in Brüssel bezahlt hat. Dort werden mit einer Ausnahme dieselben Stücke gegeben wie hier.“

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