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Schweinegrippe

Erster Todesfall in Schweden

Publicerat tisdag 1 september 2009 kl 09.01
Pressekonferenz zur Schweinegrippe (Foto: Fredrik Persson / Scanpix)

Schweden hat den ersten Todesfall infolge der so genannten Schweinegrippe zu beklagen. Wie das Akademische Krankenhaus Uppsala am Montagabend nach Untersuchung entsprechender Proben mitteilte, steht jetzt fest, dass sich der 37-Jährige, der am Wochenende verstorben war, mit dem H1N1-Virus infiziert hatte.

Bis zum Dienstagabend war jedoch nicht geklärt, ob der Mann allein an den Folgen der Schweingrippe gestorben ist. Der Epidemiologe am Krankenhaus von Uppsala, Staffan Sylvan, berichtet, dass der Krankheitsverlauf sehr schnell gewesen sei: „Er ist am Sonntag vor gut einer Woche krank geworden und war zu Hause, mit Fieber, Halsschmerzen und ein wenig Husten. Am Ende der Woche verschlimmerte sich sein Zustand sehr schnell und danach ist er ziemlich schnell zu Hause verstorben.“

Der Mann gehörte zu einer Risikogruppe, die ihn gegen Grippenviren anfälliger gemacht hat. Zu den Risikogruppen gehören Übergewichtige, Diabetiker oder Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen.

Bald explosionsartige Ausbreitung

Noch wissen die Behörden nicht genau, wie viele Menschen sich bereits mit dem Grippevirus infiziert haben. Annika Linde von der Seuchenschutzbehörde geht jedoch davon aus, dass sich die Krankheit bald explosionsartig ausbreiten wird: „Die Zahl der Fälle nimmt zu. In der südlichen Hemisphäre wurde auch zunächst ein geringes und dann ein starkes Anwachsen festgestellt. Die richtige Explosion kommt erst noch. In der nächsten Woche können wir vielleicht sagen, wann die Spitze erreicht wird. Aber in dieser Anfangsphase, hat es in den meisten Ländern schwere Fälle und Todesfälle gegeben. Es ist tragisch, dass nun jemand gestorben ist, aber das war zu erwarten. Wir liegen in einem Wettlauf, um den Impfstoff rechtzeitig fertig zu bekommen Das ist die beste Art, die Zahl der Todesfälle zu minimieren.“

Die erste Welle der Schweinegrippe wird nach Einschätzung der Experten jedoch Schweden bereits erreicht haben, bevor das Serum zur Massenimpfung fertig ist. In einer Umfrage haben 70 Prozent der Schweden angegeben, dass sie sich impfen lassen wollen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist dies ein relativ hoher Anteil.

Behörden gut vorbereitet

Gesundheitsministerin Maria Larsson erklärt, dass alle notwendigen Maßnahmen vorbereitet seien: „Mit diesem Szenario habe wir gerechnet, als wir uns vorbereitet haben. Also dass wir ein Virus haben, das auch zum Tod führen kann, auch wenn das sehr ungewöhnlich ist. Viele bekommen die Grippe, aber verhältnismäßig wenige leiden ernsthaft oder sterben. Wir wissen, dass eine normale Grippesaison ungefähr zwei bis dreitausend Menschenleben hier in Schweden kostet. Diese Grippe ist jedoch etwas anders, weil sie eben auch viele Jüngere trifft. Wir haben uns aber vorbereitet und planen, die gesamte Bevölkerung zu impfen.“

Die Behörden rechnen damit, Anfang Oktober mit den Impfungen beginnen zu können. Die Gesundheitsbehörde hat bereits jetzt eine markante Zunahme der Fälle registriert und rechnet mit einer ersten ernst zu nehmenden Welle in den nächsten Wochen. Die Impfungen sind deshalb vor allem gedacht, um weitere Wellen bereits im Keim ersticken zu können.

Dieter Weiand

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