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Ghezali weiter im Verhör in Pakistan

Publicerat måndag 14 september 2009 kl 13.33
Mehdi Ghezali (hier nach der Entlassung aus Guantanamo 2004)

Nach der Verhaftung des ehemaligen schwedischen Guantanamo-Häftlings Mehdi Ghezali in Pakistan hat das südasiatische Land Schweden um Hintergrundinformationen über Ghezali und weitere schwedische Verhaftete gebeten. Gleichzeitig wurde der schwedischen Geheimpolizei beschieden, dass für sie ein Treffen mit Ghezali noch nicht möglich sei.

Die pakistanische Geheimpolizei brauche mehr Zeit, um Ghezali zu verhören. Daher könne ein Kontakt des Gefangenen mit den Schweden vorerst nicht ermöglicht werden, berichtet der Schwedische Rundfunk unter Berufung auf pakistanische Quellen. An Informationen aus Schweden ist man hingegen stark interessiert. Bislang ist man in den Verhören offenbar nicht nennenswert vorangekommen.

Beweggründe ungeklärt

Schuld oder Unschuld Ghezalis und eventuelle Beweggründe verbleiben damit vorerst weiterhin im Dunkeln. Nach seiner Entlassung aus dem Guantanamo-Lager auf Kuba im Jahr 2004 war es um den inzwischen 30-Jährigen still geworden. Ende August nun war er gemeinsam mit zwei weiteren schwedischen Staatsbürgern in der pakistanischen Provinz Punjab in Gewahrsam genommen worden. Nach Medienberichten befanden sich zum Zeitpunkt der Festnahme CDs, Computer und Literatur mit islamistischen Inhalten in seinem Besitz.

Die pakistanischen Behörden mutmaβen, dass Ghezali in der Region Waziristan Terroristen hatte treffen wollen. In dem Gebiet liefern sich pakistanische Sicherheitskräfte derzeit blutige Kämpfe mit Taliban, Repräsentanten der al-Qaida und anderen Terroristen. Die Sicherheitspolizei versucht nun herauszufinden, mit wem Ghezali während seines Aufenthalts kommuniziert hat. Er selbst soll bislang im Verhör lediglich ausgesagt haben, er sei auf dem Weg zu einem legitimen religiösen Treffen in der Stadt Lahore gewesen. Offenbar hat er sich aber zuvor über eine Woche lang mit ungeklärten Absichten in einer anderen Provinz aufgehalten.

Internationales Interesse

Die pakistanische Polizei wirft dem schwedischen Staatsbürger nun nicht nur Kontakt mit Terroristen vor. Laut dem Schwedischen Rundfunk bereitet die Grenzpolizei darüber hinaus eine Anklage gegen ihn vor, weil er illegal in das Land eingereist ist – ein Straftatbestand, der eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen kann.

Nicht nur die pakistanische Geheimpolizei ist an Ghezali interessiert. Die britische Geheimpolizei hat ihn bereits getroffen, und pakistanischen Quellen zufolge soll er in Kürze auch von US-amerikanischer Seite verhört werden. Die schwedische Frau, die sich zum Zeitpunkt der Festnahme in Ghezalis Gesellschaft befand, wird unterdessen im Gefängnis in der Stadt Rawalpindi Verhören unterzogen.

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