Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Friedensnobelpreis

Erstaunen in Schweden

Publicerat fredag 9 oktober 2009 kl 12.30
Was hätte Alfred Nobel gesagt?

Update 16:05

Die Reaktionen in Schweden auf die Wahl Barack Obamas zum Friedensnobelpreisträger waren deutlich überrascht.

So nannte Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt die Entscheidung für den US-Präsidenten „nicht ganz unkompliziert."

Reinfeldt glaubt, das Nobelkomitee habe in diesem Fall den Friedenspreis nicht nur für ausgeführte Taten verliehen, sondern vor allem für ein Mandat für durchgreifende Veränderungen, das der amerikanische Präsident verwalte.

„Da der Preis sowohl als Quittung für Getanes, aber auch als Mandat für die Zukunft beschrieben wird, steigen die Erwartungen daran, dass Obama ,liefert'", so Fredrik Reinfeldt.

„Schockierend“, sagte die Vorsitzende der schwedischen Friedensgesellschaft, Anna Ek, zur Wahl. „Er ist ein Präsident, der zwei Kriege führt, im Irak und in Afghanistan, das können wir nicht akzeptieren“, sagte Ek zur Nachrichtenagentur tt. Sie räumte ein, dass Obama durchaus Positives getan habe, so habe er die Beziehungen zu Russland entspannt und er engagiere sich in der Klimafrage, aber für den Friedenspreis reiche dies nicht.

Vorausblickender Preis
Der Leiter des Stockholmer Friedens- und Konfliktforschungsinstitutes Sipri, Dr. Bates Gill, nannte die Wahl eindeutig überraschend und sagte: „Aber mir ist klar, dass das Nobelkomitee Erwartungen an seine Präsidentschaft hegt, in Bereichen wie Abrüstung sehr viel weiter zu kommen und Frieden in entlegene Teile der Welt zu tragen.“ Der Preis schaue nach vorne und reflektiere vor allem eine Veränderung von Einstellungen und eine Hoffnung.


„Barack Obama erhält den Preis nicht für Erreichtes, sondern für die Aussicht und Hoffnungen und die Dynamik, die er geschaffen hat“, sagte Rolf Ekéus, ehemaliger Botschafter und Leiter der UN-Waffeninspekteure im Irak. „Das ist ein hohes Risiko, es kann schief gehen“, sagte Ekéus.

Beeinflussung
Die Wahl Obamas sei ein Versuch, den amerikanischen Präsidenten bei der Wegwahl in Afghanistan zu beeinflussen, glaubt der Vorsitzende des schwedischen Hilfskomitees für  Afghanistan, Torbjörn Pettersson, der die Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees als „mutig“ bezeichnete.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".