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Schweden offenbar in Pakistan gefoltert

Publicerat torsdag 15 oktober 2009 kl 13.45
Mehdi Ghezali war einer der Gefangenen in Pakistan.

Das schwedische Außenministerium hat jetzt auf Meldungen reagiert, dass es bei der Haft von vier Schweden in Pakistan zu Folter und Misshandlungen gekommen sein soll. Nach der Heimkehr derSchweden rätselt die Öffentlichkeit jedoch darüber, aus welchem Grund die zwei Männer sowie die Frau mit Kleinkind überhaupt in das Krisengebiet gereist sind.

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Direkt haben sich die Heimkehrer noch nicht geäußert. Das Schwedische Fernsehen hat jedoch recherchiert, dass zumindest einer der Gefangenen in Pakistan gefoltert wurde und während seiner Haft 18 Kilo an Gewicht verloren hat. Dies bestätigt indirekt auch der Leiter der Presseabteilung im Außenministerium Anders Jörle: „Wir haben solche Angaben erhalten. Als wir davon erfahren hatten, hat die Botschaft die pakistanischen Behörden unverzüglich aufgefordert, die Menschenrechte zu respektieren, und dafür zu sorgen, dass die Gefangenen nach den Regeln des Völkerrechts behandelt werden.“

Jörle will jedoch nicht genau angeben, was die Gefangenen durchleiden mussten.

Die drei Erwachsenen waren bereits vor ihrer Festnahme in Pakistan bekannt. Der eine, Mehdi Ghezali, hatte im Gefangenenlager Guantanamo gesessen und war 2004 nach langen Verhandlungen unter anderem von Seiten des schwedischen Außenministeriums frei gekommen. Das Paar wiederum war bereits in Somalia wegen Terrorismusverdachtes in Haft gewesen, war aber ebenfalls frei gekommen.

Rätseln über Grund der Reise

In Schweden wird deshalb gerätselt, was drei Menschen mit einem solchen Hintergrund und zudem mit einem Kleinkind in einer Region in Pakistan suchten, die als Aufmarschgebiet von Al Kaida gilt. Die drei haben sich selbst dazu und auch zu den Folterungen noch nicht geäußert.

Laut der Mutter der Frau und gleichzeitig Vorsitzenden im muslimischen Rat, Helena Benaouda, hatten sie ursprünglich ein anderes Reiseziel angegeben, nämlich eine Wallfahrt zu muslimischen Heiligtümern: „Wir haben nicht darüber gesprochen, warum sie dieses oder jenes getan haben, sondern unser Verhältnis erst einmal erforscht. Ich wollte wissen, warum man nicht mit mir darüber spricht, was man vorhat. Ich war sehr wütend, dass sie in ein ganz anders Land gefahren sind als zunächst abgesprochen.“

Die pakistanischen Behörden hatten die Schweden am 10. Oktober freigegeben, weil sie außer dem Verstoß gegen Visa-Regeln offenbar nichts in der Hand hatten. In Schweden wird derweil diskutiert, ob bei der Berichterstattung einiger Medien die drei nicht als potenzielle Terroristen vorverurteilt wurden.

Dieter Weiand

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