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Schwedisches Königshaus

Strengere Regeln für Hoflieferanten

Publicerat tisdag 20 oktober 2009 kl 12.00

Der schwedische Königshof will die Richtlinien für offizielle Hoflieferanten verschärfen. Künftig sollen in erster Linie heimische Unternehmen das Hoflieferanten-Siegel tragen dürfen. Doch gegen den Vorschlag regt sich Widerstand.

Es ist das Wappen, das jede schwedische Firma mit Stolz tragen würde: das königliche Siegel, das jeder Hoflieferant auf seine Produkte drucken darf. Håkan Fällmans Fleischwarenhandel ist eines von 130 Unternehmen im ganzen Land, dem diese Ehre zuteil wurde. Für sein Geschäft ist der Hoflieferantenstatus unerhört wichtig, sagt er: „Der Hof gehört nicht zu meinen größten Kunden, wohl aber zu meinen wichtigsten. Man greift nicht gleich zum ersten Beef, sondern schaut tiefer unten im Karton nach, ob man nicht noch etwas Besseres hat. “

Seit drei Jahren ist Fällman nun offizieller Lieferant des schwedischen Königshauses. Den Status des Hoflieferanten können lediglich der König oder die Königin einem Unternehmen zuerkennen. Laut Richtlinien kann ein Unternehmen dies erst werden, wenn es mindestens fünf Jahre lang Waren an den Hof geliefert hat. Die Bezeichnung Hoflieferant darf stets nur der Leiter eines Unternehmens tragen, nicht seine sonstigen Angestellten. Das königliche Siegel darf nicht Waren zieren, die zum Ausverkauf stehen. Zudem muss es separat auf den Waren angebracht sein; es darf also nicht als Teil des Firmenzeichens verwendet werden. Gerade diese strikten Auflagen sind es, die für sein Geschäft so wichtig sind, erklärt Fällman: „Wenn man in Europa Waren bestellt und mitteilt, dass man Hoflieferant ist, dann öffnen sich alle Türen. Bei dem Geschäft wollen alle dabei sein. Denn dann können die sagen: Ich betreibe Handel mit einem schwedischen Hoflieferanten. Das macht Eindruck in Europa.“

Mehr mittelständische Unternehmen

Die jetzigen Regeln für Hoflieferanten gelten seit rund 20 Jahren. Doch nun will das Königshaus sie verschärfen. In Zukunft sollen mehr mittelständische Unternehmen den offiziellen Lieferantenstatus erhalten. Zudem sollen sie dem Hof einmal im Jahr Zeugnis darüber ablegen, wie sie diesen Status angewendet haben. Außerdem soll vermieden werden, dass ausländische Unternehmen das königliche Wappen allzu leicht erwerben. So ist beispielsweise der Hoflieferant „Wasabröd“ nunmehr ein rein italienisches Unternehmen, das zum Konzern „Barilla“ gehört. Hoflieferant Fällman sieht die Verschärfung der Regeln kritisch: „Qualität hat eigentlich nichts mit Geografie zu tun. Wir sind nicht Weltmeister in allem. Auch wenn es Sinn macht, schwedische Produkte zu unterstützen – es gibt auch in anderen Teilen Europas gute Produkte. Es müssen nicht immer rein schwedische  Unternehmen sein. Es geht doch um gute Qualität und gute Dienstleistung.“

Der königliche Hof hat mitgeteilt, er werde die Neuregelungen solange nicht kommentieren, bis sie in Kraft getreten sind.

ah

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