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Polizei und Rettungsdienst

Kritik an Kommunikationssystem

Publicerat torsdag 22 oktober 2009 kl 11.18
Empfängergerät des umstrittenen Systems "Rakel"

Sichere Kommunikationswege sind für Polizei und Rettungsdienste unerlässlich. Die Gewerkschaft der schwedischen Polizei kritisiert daher das neue mobile Kommunikationsnetz „Rakel“, das derzeit schrittweise eingeführt wird. Trotz Nachbesserungen in Millionen-Euro-Höhe sei das System nach wie vor unzuverlässig.

Die Lage ist prekär, der Polizeibeamte ist als erster vor Ort und braucht Verstärkung. Das Kommunikationsradio – funktioniert nicht. Zum Glück hat der Mann sein privates Handy in der Tasche, mittels dessen er über den allgemeinen Notruf 112 Hilfe anrufen kann.

Echo und Ausfälle
Dieses Schreckensszenario ist keineswegs aus einem Film. Seit der probeweisen Einführung des Kommunikationssystems Rakel in einigen schwedischen Provinzen sind schlechte Tonqualität, Übermittlungsunterbrechungen und sogar Totalausfälle das tägliche Brot von Polizei, Rettungsdiensten und Krisenbehörden. „Man hört Echos, es ist, als spreche man in einer Blase. Man hört die Umgebung lauter als den, mit dem man spricht“, beschreibt Roger Östergren von der Stockholmer Polizei die Probleme. „Für unsere Polizisten kann die Konsequenz sein, dass sie in Notsituationen keine Hilfe anfordern können.“
Von Anfang an hat es gegen Rakel Kritik gehagelt. Seit man 2006 in drei Probeprovinzen mit der Einführung begann, musste mehrfach technisch nachgebessert werden. Die Gesamtkosten sind mittlerweile auf umgerechnet 280 Millionen Euro angestiegen, weit mehr als ursprünglich geplant. Und dennoch funktioniert das System nicht, sagt Polizeigewerkschafter Lars-Håkan Skoog: „Wenn man so viel Geld und Energie investiert, dann muss die Technik vom ersten Tag an funktionieren.“

Weitere Nachbesserung
Die schrittweise Einführung des Systems geht unterdessen weiter. Nachdem in der ersten Etappe die Provinzen, in denen Kernkraftwerke angesiedelt sind, mit dem neuen Netz versehen wurden, sind nun die Großstädte und großstadtnahen Provinzen an der Reihe. Die Behörde für Bereitschaft und Gesellschaftsschutz, MSB, ist von der fortgesetzten Kritik überrascht. Stefan Kvarnerås zeichnet für das Projekt Rakel verantwortlich: „Unsere Grundidee ist, dass der Anwender sehr zufrieden sein sollte. Wenn die Anwender Probleme haben, ist das natürlich ernst. So soll es nicht sein“, sagt Kvarnerås und kündigt an, sich umgehend mit der Polizeiführung in Verbindung setzen zu wollen – um weitere Nachbesserungen in die Wege zu leiten.

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