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Homosexualität

Trauung in der Kirche

Publicerat torsdag 22 oktober 2009 kl 13.34

Die schwedische Kirche wird auch weiterhin Trauungen durchführen. Das beschloss die Synode in Uppsala. Damit öffnete die ehemalige protestantische Staatskirche als erste christliche Kirche der Welt auch gleichgeschlechtlichen Paaren den Weg zum Traualtar.

Die Hochzeitsorgeln werden in Schwedens Kirchen auch weiterhin erklingen. Und künftig nicht nur für Mann und Frau, sondern auch für gleichgeschlechtliche Paare.
Seit im Mai eine Gesetzesänderung in Kraft trat, die das Eherecht auf homosexuelle Paare ausdehnte, haben diese nicht nur die Möglichkeit, eine Partnerschaft zu registrieren, sondern auch eine Ehe zu schließen. Sofort umgesetzt wurde die Reform auf den Standesämtern.

Juristisch verbindlich
Doch in Schweden haben auch die meisten Glaubensgemeinschaften das Recht, juristisch bindende Trauungen durchzuführen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie die gesamte Gesetzgebung respektieren, also künftig auch homosexuelle Paare trauen, was in der lutherischen Kirche durchaus umstritten ist. „In meinem Weltbild ist die Ehe ein Verbund zwischen Mann und Frau, da ist kein Platz für gleichgeschlechtliche Relationen“, legte beispielsweise der Bischof von Luleå, Hans Stiglund, seinen Standpunkt dar. Laut einer Umfrage der Kirchenzeitschrift Kyrkans tidning sind nur 60 Prozent der Mitglieder für die Beibehaltung des Trauungsrechtes unter den gegebenen Umständen.
Befürworter hingegen hielten die Trauungsfrage auf der Synode nur noch für eine Formalität, die eigentliche Entscheidung sei bereits gefallen, als die Kirche beschloss, homosexuellen Paaren offiziell den Segen auszusprechen.

Erzbischof erleichtert
Gerade weil aber die Frage so umstritten ist, begrüßten die Teilnehmer der Synode die Abstimmung. Nach einer eingehenden Debatte fiel das Ergebnis mit 178 zu 71 Stimmen für eine Beibehaltung des Trauungsrechtes erstaunlich deutlich für die Homoehe aus. Erzbischof Anders Wejryd war nach der Abstimmung sichtlich erleichtert. „Ich bin froh darüber, dass die Stimmung sich so gut im Gleichgewicht hielt. Dass nicht die eine Seite ausstrahlte ,wir haben gewonnen’. Allen war klar, dies ist ein Weg, die Frage verantwortungsvoll zu hantieren, aber wir müssen dies auch so gestalten, dass diejenigen, die es gerne anders gehabt hätten, damit leben können.“ Der Beschluss tritt nach Abschluss der Synode sofort in Kraft, damit können voraussichtlich bereits im November die ersten homosexuellen Paare getraut werden.

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