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Diskussion um Wild-Kameras

Publicerat tisdag 27 oktober 2009 kl 15.53
Im Visier der Jäger

Der schwedische Jägerverband setzt sich für Wildkameras ohne Genehmigungsverfahren ein. In Schweden herrscht zwar das Recht auf Gemeingebrauch, und jeder darf sich frei in der Natur bewegen. Aber Wanderer und Pilzsucher müssen damit rechnen, unversehens mit Überwachungskameras registriert zu werden. In mehreren Teilen Schwedens installieren Jäger Kameras mit Bewegungsmeldern, um Wildschweinwechsel zu beobachten.

„Diese Kameras sind vor der Wildschweinjagd üblich", erklärt Folke Fagerlund, Vorsitzender des Jägerverbandes in Kalmar: „Allein in unserem Regierungsbezirk stehen mindestens 1 000 Kameras im Wald", schätzt er und lässt seinen Hund Wilma von der Leine. Wilma soll im Forst Läckeby die Jagd auf Elch und Wildschwein trainieren.

Viele Jäger beobachten mit Hilfe von Kameras, wann und wo die Wildschweine sich zu ihren Fütterungsplätzen begeben. Dass diese Fotofallen denselben Bestimmungen unterliegen wie Überwachungskameras in Ortschaften, lassen sie dabei außer Acht. Alle Überwachungskameras müssen in Schweden behördlich genehmigt werden.

„Im Bezirk Kalmar haben wir keine einzige Genehmigung erteilt. Es sind auch keine Anträge dazu eingegangen", erklärt Anders Sandström, Jurist der zuständigen Provinzialregierung. „Es soll mehrere hundert, vielleicht tausend Kameras in freier Wildbahn geben. Das ist natürlich bedenklich, weil sie genehmigungspflichtig sind. Aber viel dagegen unternehmen können wir nicht, wir können ja nicht Wald und Feld nach Kameras durchkämmen."

Teures Unternehmen
Vermutlich verzichten die Jäger aus Unkenntnis und aus Kostengründen auf die nötigen Genehmigungen für ihre Kameras: Die erforderliche Erlaubnis kostet umgerechnet 300 bis 400 Euro. Auch in der südschwedischen Region Skåne hat bisher niemand einen Wildkamera-Antrag gestellt. Dort wird jedoch in einigen Wochen der erste Fall von unlauterer Kameraanwendung vor Gericht verhandelt.

Der Jägerverband arbeitet dafür, die Überwachungskameras im Wald von der Genehmigungspflicht zu befreien. „Die Diskussion hat immerhin schon zu einem Antrag im Parlament geführt. Wir haben uns auch zentral an das Justizministerium gewandt, um die Wildkameras zu legalisieren", erklärt Folke Fagerlund.

Dass Menschen sich besonders in der Natur frei und ungestört bewegen möchten, ist für ihn kein wichtiges Argument: „Wenn einer der wenigen, die sich einer Fütterungsstelle, nähern wider Erwarten fotografiert wird, dann ist das wohl kein schwerwiegender Eingriff in ihre persönliche Integrität", begegnet er dem Vorwurf von Datenschützern.

„Nicht stören, nichts zerstören", lautet die Grundregel des schwedischen Rechts zum Gemeingebrauch der Natur, dem Allemansrätt. Vielleicht muss man sie demnächst erweitern: …und sich nicht von Überwachungskameras stören lassen.

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