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Tierpark Skåne

Wolfsrudel läuft Amok - Alle Tiere getötet

Publicerat måndag 11 januari 2010 kl 11.30

Der Tierpark Skåne im südschwedischen Höör hat den gesamten Wolfsbestand von 12 Tieren töten müssen. Zuvor war es einigen Tieren gelungen, aus dem Gehege zu fliehen. Dies hatte zu einer Unruhe im Wolfsrudel geführt, dass die Tierparkleitung sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Unterdessen richten Tierschützer scharfe Kritik daran, wie die Tiere gehalten und die Krise hantiert wurde.

Das Unglück hatte bereits am Donnerstag begonnen, als es zwei Wölfen gelungen war, sich aus dem Gehege zu befreien. Sie hatten den Zaun an einer Stelle durchbeißen können. Sehr zur Überraschung von Tierparkleiterin  Camilla Jönsson: „Ich habe mir den Zaun nochmals angesehen. Ich weiß immer noch nicht, wie sie den Draht durchgebissen haben.“

Die beiden Wölfe konnten wieder eingefangen und das Loch im Zaun repariert werden. Doch offenbar wussten die Tiere nun, wie sie entkommen konnten. Am Samstag gelang dann fünf Wölfen, darunter die Leitwölfin, die Flucht. Sie drangen in andere Gehege ein. Laut Tierpfleger Johan Lindström entstand eine unhaltbare Situation: „Sie sind herumgerannt und haben unsre Elche und Hirsche gejagt. Die Situation war sehr unübersichtlich und von Stress geprägt. Deshalb haben wir entschieden, die Tiere zu töten. Wir konnten nicht nahe genug mit dem Betäubungsgewehr herankommen. Es war einfach ein Chaos.“

Es hätte noch schlimmer kommen können. Tierparkbesucher berichten in der Presse, dass sie die Wölfe auf freiem Fuß gesehen hätten. Was die Tierparkleitung dementiert. Sie behauptet, sie hätte alle Besucher aufgefordert, der Park zu verlassen.

"Keine Alternative"

Die geflohenen Wölfe hatten bei ihrem Ausflug zwei Schafe, einen Hirsch und ein Reh gerissen. Mit dem Abschuss der geflohenen Wölfe war die Situation jedoch nicht geklärt. Im Rudel war durch das plötzliche Fehlen der Leitwölfin eine große Unruhe entstanden. Die Tiere griffen sich gegenseitig an, so dass sich die Tierpfleger nicht mehr anders zu helfen wussten, als sämtliche Tiere zu töten, so Lindström: „Das ist schrecklich, aber wir hatte keine Alternative“, so Lindström. Mittlerweile haben Tierschützer den Vorfall bei der Polizei angezeigt. Der Tierpark steht außerdem wegen der Hantierung der Krisensituation und den offenbaren Mängeln in der Tierhaltung in der Kritik. Die ganze Geschichte ereignet sich darüber hinaus zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Da die Kritik gegen die Entscheidung der Regierung 27 frei, lebende Wölfe zum Abschuss frei zugeben, noch nicht verebbt ist.

Die Provinzverwaltung hat angekündigt, den Fall näher zu prüfen und sich dabei auch die Protokolle von früheren Inspektionen näher anzusehen. Derweil  will die Leiterin Camilla Jönsson nicht ausschließen, dass der Tierpark schon bald wieder ein neues Wolfsrudel haben wird.

Dieter Weiand

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