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Angestellte haben genug Arbeitsniederlegung bei Saab

Publicerat tisdag 12 januari 2010 kl 13.59

Aus Protest, wie der Mutterkonzern General Motors die Zukunft seiner schwedischen Tochter Saab hantiert, haben am Dienstagmittag tausende von Saab-Angestellte im westschwedischen Trollhättan ihre Arbeit niedergelegt. Unterdessen prüft GM weiter ein verbessertes Übernahmeangebot der niederländischen Spyker, betreibt aber gleichzeitig weiter die Stilllegung von Saab.

Der Unmut der Saab-Angestellten ist groß im Stammwerk in Trollhättan. Sie fühlen sich als bloße Verhandlungsmasse und in einem Wechselbad der unterschiedlichen Nachrichten. Da ist zum einen die Ankündigung der Konzernzentrale in Detroit, dass die Abwicklung von Saab eingeleitet wurde, zum anderen wird aber auch eingeräumt, dass weiter mit Spyker verhandelt wird. Die Angestellten haben deswegen die Arbeit vorübergehend niedergelegt und eine Protestnote and die Konzernzentrale überreicht, wie Anette Hellgren von der Angestelltengewerkschaft in Trollhättan  erklärt: „Wir fordern, dass Saab verkauft wird. Das wollen wir Angestellte Detroit vermitteln. Aber zurzeit ist Detroit sehr weit weg.“

Angebote werden geprüft

Im von GM angestrebten Verkauf von Saab wird gepokert bis zum Schluss. Sportwagenhersteller Koenigsegg war bereits gescheitert. Spyker dann hoch gehandelt und wieder abgewiesen. Schließlich wurde die Abwicklung von Saab verkündet, gleichzeitig jedoch bekannt gegeben, dass noch weiter über einen Verkauf verhandelt werde, wie Konzernsprecher Chris Preuss einräumt: „Wir haben Angebote erhalten und das von Spyker ist offensichtlich das Beste“, so Preuss. Was jedoch nicht heißen will, dass GM tatsächlich verkauft. So kursieren Gerüchte über einen möglichen Preis. Aber auch darüber, dass GM eigentlich gar nicht verkaufen will, um sich nicht mit der Marke Saab selbst Konkurrenz zu machen. Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Jöran Hägglund weilt zurzeit in Detroit und kann nur  bestätigen, dass verhandelt wird: „Wir verstehen, dass die Angebote offenbar weiter begutachtet werden. Es braucht eine bessere finanzielle Basis. Aber der Prozess läuft.“

Will wohl heißen, dass noch nicht genug Bares auf dem Tisch liegt. In dem Deal geht es auch um mögliche Bürgschaften und Finanzierungen von Krediten für den weiteren Betrieb von Saab.

Die Angestellten von Saab müssen dies alles über ihre Köpfe hinweg dulden. Gefragt werden sie nicht. Deshalb die Protestaktion an diesem Dienstag, so Paul Åkerlund von der Metallergewerkschaft in Trollhättan: „Die Frustration ist groß. Es gibt so viele Gerüchte und wir sind schon einigermaßen abgehärtet aber das hat jetzt die Grenze des Ertragbaren überschritten.  Man kann nicht einmal sagen, dass man abwickelt und dann wieder dass man verhandelt. Wir sind erbost darüber, wie GM die ganze Sache handhabt und wollten dies mit der Manifestation kundtun.“

In Detroit wird derweil weiter verhandelt und beraten. Eine Entscheidung könnte möglicherweise gegen Ende dieser Woche fallen – oder vielleicht auch später.

Dieter Weiand

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