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Umweltschutz

Umwelthauptstadt Stockholm

Publicerat fredag 15 januari 2010 kl 14.41
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Ulla Hamiton
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Ulla Hamiton

Heute beginnt Stockholms Jahr als „Europas Umwelthauptstadt“. Die Europäische Kommission hat  diese Auszeichnung erstmals verliehen, nächstes Jahr bekommt Hamburg sie. Der Titel soll die vorbildliche und stetig verbesserte Umweltarbeit der schwedischen Hauptstadt hervorheben und anderen als Wegweiser dienen. Zum Beispiel ist es Stockholm gelungen, den CO2-Ausstoß seit 1990 um 25 Prozent pro Einwohner zu senken.

Stockholms Umwelt- und Verkehrssenatorin Ulla Hamilton von der konservativen Partei Moderaterna hat ihre Stadt bei der Entscheidung über die Titelvergabe in Brüssel vertreten. Ihrer Ansicht nach liegt die Vorbildfunktion vor allem im umweltgerechten Verkehr: „Erstens benutzen sehr viele Stockholmer die öffentlichen Nahverkehrsmittel, und die werden zudem mit erneuerbaren Treibstoffen betrieben. Stockholms Abfallwirtschaft ist im internationalen Vergleich auch einzigartig. In vielen großen Städten gibt es immer noch Müllhalden. In Stockholm verbrennen wir den Abfall und wandeln ihn in Fernwärme und Strom um. Diese Systeme haben vielen sehr imponiert.“

Ein Expertengremium der EU hat Umweltindikatoren wie Klimaschutz, nachhaltiger Stadtverkehr, öffentlich zugängliche Plätze und Parks, Luftqualität und Lärm getestet. Auch Abfallproduktion, Wasserverbrauch, Abwasserbehandlung und nachhaltige Landnutzung waren Kriterien bei der Vergabe des Titels Europas Umwelthauptstadt. Offenbar gefiel dem Auswahlkomitee das, was es sah und maß. Nicht zuletzt das Ziel der Stadt, bis zum Jahr 2050 ganz ohne fossile Brennstoffe auszukommen.  Von der Feinstaubproblematik durch die Verwendung von Spikes-Reifen im Winter beispielsweise ist jedoch nicht die Rede.

Ohne Feierstimmung
Die Stockholmer selbst werden nach Auskunft der Senatorin nicht viel vom Ehrentitel ihrer Stadt bemerken. Feiern und Veranstaltungen wie sie zum Konzept der „Europäischen Kulturhauptstadt“ gehören, seien nicht geplant.

„Ich glaube eigentlich nicht, dass die Stockholmer so sehr viel davon merken werden. Wir erwarten aber viele internationale Gäste, die anschauen, wie Stockholm auf speziellen Gebieten mit Umweltfragen arbeitet."

Stockholm machte Punkte mit seinem verkehrsabhängigen City-Maut-System, dem Netz von Fahrradwegen, den grünen Lungen und der Wasseraufbereitung. Gegen viele dieser Pluspunkte hatte die konservative Partei in Stockholm sich ursprünglich gesperrt. Nun freut die konservative Umweltsenatorin sich darauf, diese  Errungenschaften ausländischen Delegationen vorzuführen.

Mahnung
Der Stockholmer Naturschutzverein mahnt in seinem Monatsblatt, dass die Auszeichnung verpflichte und der Umweltarbeit hoffentlich förderlich sei.  So sollte der Senat den Bau der geplanten Stockholmer Umgehungsstraße „Förbifart Stockholm“ noch einmal überdenken. Die Umgehung werde nicht nur die CO2-Emissionen deutlich erhöhen sondern auch unersetzliche Naturgebiete zerstören.  

Auch Umweltsenatorin Ulla Hamilton denkt an Grün und Luftverbesserung. Denn falls sie unverhofft ein paar Sonder-Millionen zur Verbesserungen der Stockholmer Umwelt bekäme, „da würde ich mehr Bäume pflanzen lassen. Ich finde Bäume schön, und außerdem sind sie gut für die Luft und die Umgebung.“

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