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Tarifverhandlungen

Streitfrage Zeitarbeitsfirmen

Publicerat måndag 18 januari 2010 kl 11.06

Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich in Schweden die Zahl der Angestellten in Zeitarbeitsfirmen verdreifacht. Rund 60.000 Personen – das entspricht 1,3 Prozent der arbeitenden Bevölkerung – sind derzeit in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt. Und ihr Anteil wächst stetig. Doch Gewerkschaften beäugen diese Entwicklung mit Skepsis. Sie fürchten Einschnitte bei den Arbeitnehmerrechten.

Wenn demnächst Arbeitgeber und Gewerkschaften bei den alljährlichen Tarifverhandlungen aufeinandertreffen, stehen die Arbeitsbedingungen von rund 3,3 Millionen Arbeitnehmern – das sind 91 Prozent der arbeitenden Bevölkerung – zur Disposition. Die Arbeitgeberseite sorgt mit Forderungen nach Nullrunden für Schlagzeilen, während der Gewerkschaftsdachverband LO auf wesentliche Lohnerhöhungen pocht.

Für die Gewerkschaften stellen besonders Zeitarbeitsfirmen ein rotes Tuch dar. Durch sie hätten Arbeitgeber die Möglichkeit, Tarifvereinbarungen auszuhebeln und nach eigenem Gutdünken die Rahmenbedingungen für ihre Angestellten zu bestimmen, kritisiert etwa der Ortvorsitzende der Metallergewerkschaft IF Metall in Umeå, Hans Andersson. Die Arbeitgeber fühlten sich in keiner Weise an die geltenden Tarifbestimmungen gebunden, meint Andersson: „Nein, im Augenblick ermöglicht es die Rechtssprechung den Unternehmen, so aufzutreten, wie sie das tun. Deswegen müssen die Gesetze zum Schutze der Angestellten geändert werden.“

"Rechtssicherheit für beiden Seiten"

Das sieht Henrik Backström anders. Der Vorsitzende der Branchenorganisation für Zeitarbeitsfirmen verweist auf die Arbeitsmarktreformen, die in den vergangenen Jahren zur Rechtssicherheit sowohl von Arbeitnehmern als auch von Zeitarbeitsfirmen beigetragen hätten: „Noch vor 15 Jahren war die Kritik an uns viel lauter. Mittlerweile regeln Tarifverträge die Arbeitsbedingungen, eine Branchenorganisation ist ins Leben gerufen worden und wir stellen hohe Anforderungen an Unternehmen, die unserer Organisation beitreten wollen.“

Mehrere Orts- und Landesverbände des Gewerkschaftsdachverbands kritisieren, dass Unternehmen ihre eigenen Mitarbeiter entlassen würden, nur um billigere Angestellte von Zeitarbeitsfirmen anzuheuern. Laut internen Umfragen fordern 80 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder, dass solcherlei Gebaren künftig verboten wird.

"Anstellungsform der Zukunft"

Doch es sind auch andere Töne in dieser Frage wahrnehmbar. Nach Ansicht von Academic Work, einer Zeitarbeitsfirma für junge Akademiker, empfinden gerade junge, gut ausgebildete Arbeitnehmer Zeitarbeitsfirmen als Sprungbrett für den „richtigen“ Arbeitsmarkt. Einer dieser jungen Akademiker ist Martin Wincent, der zurzeit als Grafiker am Karolinischen Institut in Stockholm beschäftigt ist: „Meiner Ansicht nach ist das eine der Anstellungsformen der Zukunft. Alles wird schneller; entsprechend wird auch die Art zu arbeiten immer schneller und flexibler. Daran werden wir uns gewöhnen müssen.“

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