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Arbeitsmarkt

2009 war Überstunden-Rekordjahr

Publicerat tisdag 19 januari 2010 kl 13.57

Nie haben schwedische Arbeitnehmer so viele unbezahlte Überstunden gemacht wie 2009. Laut Berechnungen des Statistischen Zentralamts in Stockholm leisteten Schwedens Arbeitnehmer 1,9 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit – fast doppelt soviel wie 2008. Ein Grund könnte die allmähliche Erholung der Wirtschaft sein.

Vor allem männliche Angestellte sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Zahl ihrer unbezahlten Überstunden stieg um annähernd 50 Prozent. Doch von der Explosion unbezahlter Mehrarbeit waren im vergangenen Jahr sowohl männliche und weibliche Angestellte in fast ausnahmslos allen Branchen betroffen.

Niklas Hjert, Tarifverhandlungschef der Gewerkschaft Unionen, führt diese Entwicklung auf die allmählich wieder anziehende schwedische Wirtschaft zurück. Ein Großteil der Überstunden wurde nämlich im letzten Quartal 2009 geleistet – zu einem Zeitpunkt, als die Auftragsbücher schwedischer Firmen sich wieder füllten, es allerdings infolge von zuvor durchgeführten Entlassungen noch zu wenig Angestellte gab. Für den einzelnen Angestellten bedeutete dies Mehrarbeit.

Und für die Arbeitgeber trug dieses Zusammenspiel von erhöhter Auftragslage und geschrumpfter Personalstärke zu deutlichen Gewinnen bei. Gewinne, von denen offensichtlich nicht die Angestellten profitieren konnten, moniert Gewerkschaftler Niklas Hjert.

Ein weiteres Problem seien die heute vielfach geltenden flexibleren Formen des Überstundenausgleichs, meint Hjert. Anstatt eines Überstundenzuschlags sehe jeder fünfte Tarifvertrag heute einen Freizeitausgleich vor. Doch oftmals stünde dieser Ausgleich in keinem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Mehrarbeit – für den einzelnen Angestellten ein Verlustgeschäft, sagt Hjert.

Per Bardh, Verhandlungsführer beim Gewerkschaftsdachverband LO, führt die Situation in kleineren Betrieben ins Feld. In Ermangelung von Tarifverträgen und aus Angst vor Repressionen durch den Arbeitgeber trauten viele Angestellte sich in diesen Betrieben nicht, für ihr Recht auf bezahlte Überstunden einzutreten.

Eine andere Erklärung für die markant gestiegene Zahl von unbezahlten Überstunden sieht Bengt Lindqvist, Ökonom beim Branchenarbeitgeberverband Teknikföretagen, in den Sonderabkommen, die unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise geschlossen wurden. Viele Angestellte - zum Beispiel in Werkstätten – hätten zunächst ihre Arbeitszeit verringern müssen, nur um dann einige Monate später doch wieder mehr zu arbeiten, als die Talsohle durchschritten war. Zu dieser unvorhergesehenen Mehrarbeit habe es nicht immer bindende Überstundenvereinbarungen gegeben, erklärt Lindqvist.

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