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Schweden vor UN-Menschenrechtsrat

Publicerat torsdag 21 januari 2010 kl 13.39
Werden in Schweden diskriminiert: Sami

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wird in Kürze erstmals Schweden zum Verhör einberufen. Vor dem Verhör im Mai hat der schwedische UN-Verband jetzt gemeinsam mit 16 weiteren Organisationen in einem Bericht an die Vereinten Nationen harte Kritik an die Adresse Schwedens gerichtet.

Zu den Verfassern des Berichts gehört die UN-Kinderrechtsorganisation Unicef. Christina Heilborn, Juristin bei Unicef Schweden, betont im Gespräch mit dem Schwedischen Rundfunk vor allem die Sorge über die Situation jener zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die in jüngster Zeit allein, ohne Begleitung durch Erwachsene, als Asylbewerber nach Schweden gekommen sind. Längst nicht alle schwedische Kommunen sind bereit, die Neuankömmlinge aufzunehmen. Diese Kinder und Jugendlichen hätten es hier zu Lande sehr schwer, sagt Christina Heilborn: "Wir machen uns Sorgen darüber, dass man nur unzureichende Kenntnisse darüber hat, was die UN-Kinderkonvention bedeutet und wie sie in der Praxis anzuwenden ist. Deshalb werden die Rechte dieser Kinder letztlich nicht so berücksichtigt, wie das nötig ware."

Immigranten, Roma und Sami werden diskriminiert

Eine Bevölkerungsgruppe, die es in Schweden grundsätzlich schwer hat, ihre Rechte durchzusetzen, ist laut dem Bericht die Gruppe der Immigranten. So werden Menschen mit ausländischem Hintergrund weiterhin ganz offenkundig auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. Statistische Angaben aus dieser Woche geben dafür erneut Fingerzeige: So sind Akademiker mit Wurzeln im Ausland in Schweden zu 50 Prozent ohne Job, während 85 Prozent ihrer schwedischstämmigen Kollegen einen Arbeitsplatz haben. Auch die Diskriminierung der Roma sowie der Angehörigen der samischen Urbevölkerung wird in dem Bericht kritisch angemerkt, ebenso wie beunruhigende Tendenzen steigender Gewalt gegen Frauen. So gehört Schweden europaweit zu den Ländern mit den häufigsten registrierten Vergewaltigungen.

Aller Augen auf Schweden

Auch die schwedische Regierung sieht dem Verhör durch den 2006 eingerichteten UN-Menschenrechtsrat nicht tatenlos entgegen. Henrik Bergquist vom Auβenministerium gehört zu den Regierungsangestellten, die gegenwärtig einen Bericht über die Situation der Menschenrechte in Schweden vorbereiten. Der gute Ruf, den Schweden weltweit genieβe, setze das Land bei solchen Gelegenheiten natürlich besonders unter Druck, meint er: "Und das ist auch richtig so. Schlieβlich gibt es Probleme; und wir selbst kritisieren ja im Rahmen unserer Auβenpolitik Probleme, die in anderen Ländern existieren. Wenn andere Staaten nun ihrerseits Kritik üben, begrüβen wir das nur."

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