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Lärmbelästigung nimmt zu

Publicerat måndag 25 januari 2010 kl 10.40
Telefonierende Mitmenschen sind für viele eine Plage.

Lärmbelästigung ist ein wachsendes Problem - in der Freizeit und, wie eine aktuelle schwedische Studie zeigt, vor allem am Arbeitsplatz. Laut dem jetzt vorgelegten Bericht des Hörgeschädigten-Verbandes gibt jeder zweite schwedische Arbeiter an, sich auf der Arbeit von Lärm gestört zu fühlen.

„Dass es in unserer Umgebung immer stärker rauscht und braust, dass der Lärmpegel in jüngster Zeit gestiegen ist, ist keine Einbildung gestresster Zeitgenossen“, sagt Jan-Peter Strömgren, Vorsitzender des Hörgeschädigten-Verbandes. Es ist Tatsache. „Bewusst oder unbewusst stellen wir uns auf immer mehr Geräuschquellen ein, die uns umgeben. Oft denken wir überhaupt nicht daran. Um uns in dem lauteren Umfeld verständlich machen zu können, müssen wir selbst lauter sprechen. Das tun die Kinder in der Schule, wir verfahren genauso am Arbeitsplatz oder zum Beispiel in Cafés, die heute meist sehr spärlich eingerichtet sind und ein sehr unvorteilhaftes Geräusch-Milieu bieten.“

Kollegen nerven
Laut dem aktuellen Bericht gibt etwa die Hälfte aller Schweden an, Gesprächen im Café oder im Restaurant aufgrund störender Geräusche schlecht folgen zu können. Doch die Freude an der Begegnung und am lukullischen Genuss trösten da über manches hinweg. Umso größeren Stress bereitet vielen Menschen der Lärmpegel dort, wo sie regelmäßig den größten Teil des Tages verbringen - am Arbeitsplatz. Vier von zehn Büroangestellten fällt es bisweilen oder häufig schwer, zu verstehen, was die Kollegen sagen. Unter Arbeitern betrifft das gar jeden Zweiten. Am meisten fühlen sich die Befragten von anderen Kollegen gestört, die telefonieren, sich unterhalten oder mit Papier rascheln. Wenig überraschend liegen vor allem in Großraumbüros die Nerven blank: Sechs von zehn dort Beschäftigten nervt der Geräuschpegel. Die Berufsgruppe der Journalisten führt die Liste der Großraum-Opfer an - jeder dritte befragte Journalist hat aufgrund von Lärm Probleme, Telefon-Gesprächspartner zu verstehen.

Lärm-Hölle Schule
Doch in einem ist man sich in Schweden seit langem einig: Den schwarzen Peter in Sachen Lärm haben eindeutig die Angestellten in Schulen und Vorschulen gezogen. Zwei von drei Lehrern fühlen sich ständig von Lärm belästigt. „Es kann sich um einen Geräuschpegel handeln, der insgesamt so laut ist, dass er störend wird“, sagt der Mathematiklehrer Ulf Wallman. „Teilweise ist es so laut, dass man einen einzelnen Schüler, mit dem man spricht, nicht verstehen kann. Ein Gespräch zu führen, kann schon zum Problem werden.“ Zum einen mag das daran liegen, dass sich schwedische Schüler im europäischen Vergleich in Sachen Disziplin unter den Schlusslichtern platzieren. Problematisch ist laut Ulf Wallman aber auch die allgemein schlechte Beschaffenheit schwedischer Schulgebäude und die Tatsache, dass Inspektionen zum Geräuschpegel, verursacht beispielsweise durch Lüftungsanlagen oder Computer, grundsätzlich in leeren Räumen vorgenommen werden und nicht, wenn die Schüler anwesend sind.

Im Geräusch-Unrat aufräumen
„Wir haben keine Richtwerte dafür, wie hoch der Geräuschpegel in einem Raum mit anwesenden Personen sein darf“, erklärt Anna Bergström von der Stockholmer Umweltverwaltung. „Daher müssen wir uns auf die vorbeugende Arbeit konzentrieren.“ Besonders gefährlich ist die ständige Geräuschkulisse für jene gewachsene Zahl von Menschen, deren Gehör bereits nachweislich Schaden genommen hat, betont man beim Hörgeschädigten-Verband. Unter den rund vier Millionen Schweden, die sich von Lärm gestört fühlen, sind das 1,3 Millionen. Der Verband fordert daher Gesetze, die akzeptable Geräuschpegel unter anderem in Ausbildungsräumen sichern. „Grundsätzlich brauchen wir in stärkeres gesellschaftliches Engagement in dieser Frage“, so Jan Peter Strömgren vom Hörgeschädigten-Verband.  „In all dem Unrat aus Geräuschen müssen wir aufräumen.“

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