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Tierschutz: mangelhaft

Publicerat tisdag 26 januari 2010 kl 10.44
Nicht immer glücklich: schwedische Schweine

Der Tierschutz in Schwedens Landwirtschaft lässt vielfach zu wünschen übrig - und härtere Kontrollen, wie sie Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson im Herbst in Aussicht gestellt hatte, sind nicht in Sicht. Im November hatte der Minister stark auf haasträubende Bilder aus schwedischen Schweineställen reagiert und eine Änderung des Kontrollsystems angekündigt. Jetzt zeigt sich: Die verfügbaren Gelder für den Tierschutz reichen nicht aus.

Die Bilder, die eine Tierschutzorganisation heimlich in schwedischen Schweineställen aufgenommen hatte und die der Schwedische Rundfunk Ende November veröffentlichte, waren schockierend: Schmutzige Ställe, kaum Stroh, Schweine, die vom Kadaver eines Artgenossen fressen. Weshalb waren diese, offenbar weit verbreiteten, Misstände zuvor nie ruchbar geworden? Nachforschungen ergaben die Antwort: die totale Überlastung der für Tierinspektionen verantwortlichen Instanzen in Schweden. Eine ordnungsgemäβe Ausführung der Arbeit sei vielfach nicht möglich, berichteten Veterinäre.

Vertrauen der Verbraucher zurückgewinnen

Landwirtschaftsminister Erlandsson reagierte rasch: "Ich hoffe, dass die Verbraucher künftig wieder Vertrauen in Tierprodukte haben können", erklärte er nach der Ankündigung, künftig werde es mehr Inspektionen geben. Erreichen wollte man dies mit einer Neuverteilung der Gelder für den Tierschutz: Waren sie bisher entsprechend der Gröβe der jeweiligen Provinz vergeben worden, sollte sich der Betrag nun nach der Zahl der befindlichen Tiere richten. Doch nun, knapp zwei Monate später, kommt aus mehreren Provinzen harte Kritik: Mit dem neuen System habe sich nichts verbessert.

Alles beim Alten

"Wir laufen weiterhin Gefahr, dass uns mangelhafte Tierhaltung durch die Lappen geht", so Jörgen Wehre, verantwortlicher Veterinär für die Provinz Kalmar. "Zwar glaube ich nicht, dass mehr Menschen ihre Tiere vernachlässigen, nur weil wir weniger Kontrollen vornehmen; aber diejenigen, die schlecht für die Tiere sorgen, entgehen uns, und die Probleme bleiben ungelöst."

Die Inspektions-Verantwortlichen in anderen Provinzen teilen diese Ansicht. Die Enttäuschung über das neue System ist vielerorts groβ: Statt wie erhofft mehr Geld hat man weniger erhalten, beispielsweise in Halland. Der verantwortliche Veterinär Dag Hultefors hatte sich nach den ersten Berechnungen des Zentralamtes für Landwirtschaft auf einen Zuschuss in Höhe von umgerechnet 300.000 Euro eingestellt. Bekommen hat Halland schlieβlich aber nur 100.000 Euro. "Ich bin enttäuscht. Um unseren Auftrag ordentlich ausführen zu können, hätten wir entschieden mehr Geld gebraucht", so Dag Hultefors.

Andere Prioritäten setzen

Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson nimmt die Kritik gelassen. Dass die Summen für den Tierschutz in der Landwirtschaft vielfach geringer sind als erwartet, liegt laut dem Minister daran, dass Kontrollen auch Haustiere umfassen müssen - Hunde und Katzen beispielsweise. Auch das koste schlieβlich Geld. Wenn die Mittel nicht ausreichten, müssten die Provinzen in ihrem Haushalt andere Prioritäten setzen. "Sie bekommen einen groβen Sack Geld, und dieses Geld muss für verschiedene Aufgaben verteilt werden. Die Tierschutzkontrollen sind da ein wichtiges Feld", so der Minister.

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