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Jan Janson

Überlebender des Holocaust

Publicerat onsdag 27 januari 2010 kl 13.20
Romer deporteras från den tyska staden Asperg. Foto: Bundesarchiv, R 165 Bild-244-42 / CC-BY-SA
Roma werden 1940 aus Asperg deportiert (Foto: Bundesarchiv, R 165 Bild-244-42 / CC-BY-SA)

Vor 65 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von sowjetischen Truppen befreit. Heute - am internationalen Holocaustgedenktag - wird auch in Schweden der Opfer des nationalsozialistischen Terrors besonders gedacht. Zum Beispiel hält Kulturministerin Lena Adelsohn Liljeroth in der Großen Synagoge in Stockholm eine Rede. Schätzungsweise sechs Millionen Juden, 220.000 bis 500.000 Roma und Sinti sowie Christen, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle und politisch Andersdenkende fielen dem Völkermord des nationalsozialistischen Regimes zum Opfer.

Noch gibt es Menschen, die den Terror des Nationalsozialismus überlebt haben. Noch sind die letzten Überlebenden des Holocaust nicht verstummt: Jan Janson ist heute 78 Jahre alt.

Als Zwölfjähriger wurde er 1944 aus dem Warschauer Ghetto befreit. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte er ungefähr 100 Familienangehörige in Polen, von ihnen überlebten außer ihm selbst drei Menschen den Holocaust. Viele wurden von den Nationalsozialisten gefangengenommen und ermordet oder ins Warschauer Ghetto deportiert. Andere kamen nach Auschwitz-Birkenau oder andere Konzentrations- und Vernichtungslager.

Im September 1939 griffen deutsche Truppen Polen an. Jan Janson und seine Familie waren in jenem Herbst auf einer Familienfeier gewesen und viele Anghörige wurden schon damals interniert und ermordet, erzählt er: „Wir gingen über tote Körper. Wir weinten so viel, dass wir die Toten mit unseren Tränen badeten. Alle weinten, sogar die allerkleinsten Kinder, die kaum laufen konnten (…) Wir hatten Hunger und Durst. Wir versteckten uns und schliefen auf Friedhöfen. (…) Wir waren gezwungen um Lebensmittel zu betteln, aber niemand konnte uns etwas zu Essen geben.“

Unmenschliche Bedingungen


Im Jahr darauf, 1940, kamen Jan Janson und seine Familie in ein Warschauer Ghetto. Bis zur Befreiung 1944 erlebten sie unmenschliche Schrecken, Gewalt und Hunger, erzählt Janson: „Ich sah, wie ein Soldat meinen Vater schlug, ihm die Zähne ausschlug. Ich sah, wie ein Junge von einem Soldaten beim Kartoffelstehlen ertappt wurde (…) Der Soldat hob sein Gewehr und schlug damit auf den kleinen Kopf ein, so dass das Gehirn auf der anderen Seite herausflog.“

Jan Janson, der damals einen anderen Nachnamen trug, überlebte diese Hölle zusammen mit drei Familienmitgliedern.

Interview: Adam Szoppe, SR International

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